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Optimisten hier, Zweifler dort

03.06.2012 | 16:24 Uhr
Optimisten hier, Zweifler dort
So soll es einmal aussehen, das Bochumer Musikzentrum. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Bochum.   Zur aktuellen Berichterstattung über den Bau des geplanten Musikzentrums erreichten die Redaktion Stellungnahmen aus der Bochumer Politik. Während die CDU keinen Anlass zur Sorge sieht, befürchtet die FDP, dass das Haus teurer wird als erwartet.

Unsere Berichte zum geplanten Bau des Musikzentrums im Viktoria-Quartier haben zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Zum einen geht es um das Modell der Stuttgarter Architekten Bez und Kock, das mit der gedeckelten Bausumme von knapp 33 Millionen Euro nicht eins zu eins zu realisieren ist. Zum anderen geht es um das Schweigen der Stiftung zum 31. Mai.

Grüne: Alle Auflagen sind bindend

„Ich weiß nicht, warum man bei einem so sensiblen Thema mit Terminen spielt“, sagte Grünen-Fraktionschef Wolfgang Cordes im WAZ-Gespräch. Für seine Partei stellte er klar, „dass es Ende Juni keinen Ratsbeschluss geben wird“, wenn die bekannten Bedingungen zum Bau des Musikzentrums nicht komplett erfüllt werden.

CDU: Bis zum 28. Juni ist Zeit

Die CDU stellt sich an die Seite der Stiftung Bochumer Symphonie . Dass diese nicht – wie monatelang angekündigt – zum 31. Mai den aktuellen Spendenstand veröffentlicht hat, sei kein Anlass für Kritik, sagt Wolfgang Horneck, der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Sport. „Die CDU geht davon aus, dass die Stiftung ihren Teil der Abmachung einhält und bis zur Ratssitzung am 28. Juni für die Gesamtsumme von 14,3 Millionen Euro gerade steht.“ Der 31. Mai sei eine selbst gesetzte Frist, „die angesichts fehlender Landesbescheide nicht von Belang sind“. Horneck geht davon aus, dass die Lücke in jedem Fall verbindlich geschlossen sein wird, wenn es darauf ankommt. „Das weitere Einwerben von Spendengeldern wird jetzt angesichts der Jury-Ergebnisse und anhand eines konkreten Modells leichter vonstatten gehen“, sagt Horneck.

FDP: Kostengrenze muss gelten

Die FDP im Rat befürchtet, dass die Stadt mehr Geld aufbringen muss, als bislang geplant. Anlass zur Sorge gebe der Kostenvoranschlag für den Sieger im Architektenwettbewerb, der teurer als 33 Millionen Euro ist. „Die Kostenobergrenze muss unbedingt eingehalten werden, wenn das Projekt eine Realisierungschance haben soll“, sagt Sprecher Felix Haltt. „Allerdings kann die Versuchung, von diesem Kostenrahmen abzuweichen, sehr groß werden, wenn tatsächlich Mehrkosten entstehen. Da wäre es nicht unwahrscheinlich, dass eine Mehrheit des Rates den Bau mit Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Förder- und Spendengelder auch dann tragen wird, wenn die Stadt zwei oder drei Millionen Euro mehr als vorgesehen investieren müsste.“

Die nächste Hürde sei die vollständige Sammlung der von der Stiftung Bochumer Symphonie zugesagten Spendensumme von 14,3 Mio Euro. Haltt: „Es war jetzt nicht gerade ein positives Signal, dass die Stiftung am inoffiziellen Stichtag 31. Mai nicht verkünden konnte, dass der Stiftungsbeitrag vollständig vorliegt. Dabei wird dieser Nachweis dringend benötigt, damit auch das Land seine Förderzusage einhalten kann.“

Neues Musikzentrum

 

Thomas Schmitt

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Kommentare
09.07.2012
15:00
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Name von Moderation entfernt | #35

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.06.2012
08:41
Optimisten hier, Zweifler dort
von meier1 | #34

Wo ist das Bürgerbegehren von Herrn Prof. Steube gegen den Fussball?
Was da an Steuergeldern für Polizei, Aufräumarbeiten, etc. aus dem Fenster
geschmissen wird, ist wohl um einiges mehr.
Aberr da traut er sich nicht ran.
Kann man ja mit Populismus nichts erreichen, sondern kriegt vom Pöbel einen
auf die Birne!

3 Antworten
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von Comedian | #34-1

Ihr Vergleich hinkt von vorne bis hinten und strotz vor Polemik.

Aber man könnte den Gedankengang nichtsdestotrotz aufgreifen: Die Symphoniker könnten ja vor jedem Heimspiel des VfL ein Konzert im Sadion geben. Dann benötigen wir erstens kein Konzerthaus mehr und zweitens wird der von Ihnen dort vermutete "Pöbel" vielleicht durch die Musik besänftigt und hat keinem mehr was auf die Birne.

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von meier1 | #34-2

Lieber comödiant,

Immerhin die Polemik erkannt!
Gratuliere!

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von derLINDENER | #34-3

"Polemik" ? Wo ist da Polemik! Die war bei den Griechen die hohe Kunst der scharsinnigen politischen und wissenschaftlichen Diskussion !!! Wortbeiträge wie "bla , bla," und "vom Pöbel ein auf die Schnauze" fallen mit Sicherheit nicht darunter !!!
Zuviel der Ehre für den kleinen "m" mit kleinen.... "

05.06.2012
19:54
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von meier1 | #33

bla,bla

05.06.2012
10:41
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von tomatenkiller_neo | #32

Hat bei den Sammelschweinen eigentlich auch eine detaillierte Schätzung der
Kosten beigehangen oder war das nur eine Art Sammelbüchse mit der
Aufschrift "wir bauen ein Konzerthaus" ?

Da bei zweitem Fall natürlich jede Omma Geld abdrückt, ist klar.

Im ersten Fall wäre es vielleicht schon beim Spenden zu Hinterfragungen
gekommen (die aber selbstverständlich wohl nicht erwünscht waren)

04.06.2012
21:52
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von Bochumer_Gewissen | #31

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Bürger die Spendengelder nicht "geschenkt" bekommen wollen. Der Freundeskreis der BoSy könnte das als Musikzentrum umschriebene Konzerthaus doch unter seiner Regie und rechtlich zu seinen Lasten betreiben.

Die Bochumer Bürger sollen das Konzerthaus mit Steuergeldern langfristig unterhalten. Lasst doch dann auch die Bürger darüber abstimmen!!!

2 Antworten
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von Der_Caveman | #31-1

"Der Freundeskreis der BoSy könnte das als Musikzentrum umschriebene Konzerthaus doch unter seiner Regie und rechtlich zu seinen Lasten betreiben."

Dazu wird sich komischerweise nie geäußert.

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von artie_aus_essen | #31-2

Ist doch klar, dass sich der Freundeskreis eine dermaßen immense finanzielle Belastung als Betreiber nicht ans Bein hängen will und so auch keine Verantwortung übernimmt - die bleibt schön bei der Stadt (sprich dem gemeinen Steuerzahler) hängen.

04.06.2012
20:59
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von delahaye | #30

Die Spielstätte für die BoSy ist ja nicht erst ein Thema seit ein paar Jahren, sondern das Thema beschäftigt bereits mehrere Generationen vor uns. Immerhin sind die Symphoniker im gleichen Jahr wie das Schauspielhaus, also im Jahr 1919 gegründet worden.
Nun sind bei diesem, jetzigen "Anlauf" von privater Seite immerhin 12 Millionen Euro gesammelt worden, ich selber hatte bei mir im Geschäft eines der ersten Sammelschweine aufgestellt. Die Resonanz war durchgehend positiv, auch Leute mit kleinem Einkommen haben gerne etwas gegeben.

Mir ist es absolut unverständlich, warum man diese Groß-Chance nicht nutzt, warum man dieses fantastische "Bürger"-Projekt so mies macht und sogar mit viel Einsatz bekämpft !!?? Die Gelder (auch die Spenden-Gelder) werden Bochum einfach Flöten gehen: Kein Musikzentrum und zudem kaputte Straßen und einige marode Gebäude !

Ich freu mich jetzt schon auf die übliche "Steude"-Replik ;-(

2 Antworten
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von Der_Caveman | #30-1

"Kein Musikzentrum und zudem kaputte Straßen und einige marode Gebäude"

Mit Musikzentrum dann nochmals zwei Millionen jährlich weniger für Straßen, Gebäude, soziales und die so hochgelobte _Kultur_.

Wie kann man denn befürworten, dass die Stadtteile zu Slums zerfallen und in der Innenstadt ein paar Prunkbauten stehen?

Steude Replik
von steude | #30-2

schön dass sie sich auf eine Antwort von mir freuen.

Von privater Seite gab es bisher 9,6 Mio.Spenden. 5 Mio.davon hat Hr. Faber gespendet. Die übrigen 4,6 Mio. wurden zu einem erheblichen Teil ebenfalls von wenigen Großspendern getragen.

Die städtischen Unternehmen Sparkasse und Stadtwerke wurden zu 2 Mio. EUR von der SPD 2008 zwangsverpflichtet (http://gruene-bochum.de/meta-navigation/gruene-themen/konzerthaus/archiv/?no_cache=1&expand=279540&displayNon=1&cHash=0493d838cf5136f5ec2e6bbac6e094da), sind auch keine privaten Spenden.

Warum sollen die Spendengelder flöten gehen. Die Spender können Sie auch ohne Musikzentrum an die Symphoniker spenden, z.B. zur Renovierung der Probenräume.

04.06.2012
19:55
Optimisten hier, Zweifler dort
von tomatenkiller_neo | #29

Danke Radfahrer für den sachlichen Beitrag.
Jegliche Kritik (jawohl, es gibt auch positive Kritik !) wird sofort als Meckerfraktion bzw
Verfallen in Angststarre bezeichnet.
Hochkarätige Leute mit Arbeitsplätzen lassen sich nicht durch ein Musikzentrum locken, sondern eher durch saubere und sichere Strassen. Was nutzt ein Baustein mitten in der Stadt, wenn die restliche Stadt häßlich und vergammelt ist.
UND DAS IST SIE LEIDER MITTLERWEILE !

04.06.2012
17:42
Bitte über den Tellerrand schauen
von radfahrer.ruhr | #28

Damit ich hier nicht falsch verstanden werde:
Ich gönne unseren Kulturbegeisterter ihren Hort der Kultur, nur sollten diese Freunde dann bitte auch mal auf die Dinge schauen, die den Bochumer Bürger z.Z. "etwas mehr" bewegen:

Schlechter Straßenzustand, Umwege wg. gesperrter Brücken etc. (den Rest setze ich als bekannt voraus)

- Geplante Einsparungen von etwa 40.000 EUR durch den Entfall von Blumen und Pflanzenschmuck
- Reduzierung der Badetemperaturen bringt 28.000 EUR
(usw)

Mir leuchtet es ja nicht so richtig ein, warum der Bau des Musikzentrums nun die Abwanderung von Bewohnern stoppt oder sogar in eine Zuwanderung drehen soll, wenn die anderen städtischen Dinge immer mehr reduziert werden.
Nur durch ein Musikzentrum alleine passiert dies sicherlich nicht. Vielleicht sollten unsere Befürworter mal den Diskussionen von Bochumer Bürgern auf dem Buddenberg-Wochenmarkt lauschen. Die Stimmung dort würde ich nicht als positives Wohlwollen deuten.



04.06.2012
17:14
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Name von Moderation entfernt | #27

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1 Antwort
Mesch meier1
von Bochumer_Gewissen | #27-1

Mensch meier1, du hast aber auch heute mit deinen Ausscheidungen kein Glück...

04.06.2012
16:43
Konstruktiv wäre es
von meigustu | #26

die Kostendeckelung festzuschreiben, wenn man glaubt alle Beteiligten lügen. Aber grundlos jede Chance für die Stadt kaputt zu machen führt nur zur Abwanderung der Menschen. Damit ist keinem geholfen. Wer die Kommune hässlich macht wird damit nicht sparen, sondern hochkarätige Leute mit Arbeitsplätzen im Schlepptau einfach nur abschrecken. Düsseldorf holt Arbeitsplätze aus dem billigen Essen in die teure Metropole einfach nur deshalb, weil einige Entscheider Düsseldorf cool finden.

Wer spart wie die Meckerfraktion, spart am Ende Bochum ein.

1 Antwort
Kostendeckelung
von steude | #26-1

Da haben Sie völlig recht. Aber wer findet sich bereit ggf. entstehende jährliche Kosten über 650.000 EUR Betriebskosten zu begleichen?

Wer trägt die anfallenden Instandhaltungskosten? Wer trägt die Kapitalkosten? Wer trägt die Sanierungskosten in 50 Jahren?

Da kann ich weit und breit niemanden erkennen, der dafür gerade stehen will.

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