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Kleine Künstler, große Künstler

21.06.2012 | 11:32 Uhr
Kleine Künstler, große Künstler
Zeigt her eure Kunstwerke! Lea (9) und Marlene (11) aus der Klasse 4a haben Fotocollagen entwickelt. Foto: Gero Helm

Dahlhausen.  Schüler der Grundschule Dahlhausen plündern keck die Kunstgeschichte. Im Rahmen einer Projektwoche haben sie sich mit legendären Malern beschäftigt.

„Die Kinder waren sehr sensibel und konnten sich erstaunlich gut in die Bilder des berühmten Malers Franz Marc einfühlen“, resümiert Lehrerin Petra Korte. „Sie konnten ohne Probleme verstehen, dass Marc mit seinen surrealistischen Farbgebungen die Gefühle der Tiere ausdrücken wollte, die er als Motiv wählte.“

Es ist der letzte Tag der jahrgangsübergreifenden Projektwoche „Kleine Künstler, große Künstler“. Heute ist Tag der offenen Tür an der Grundschule Dahlhausen. Eltern, Geschwister und Großeltern strömen durch das Schulgebäude. Überall in den Klassenzimmern sind die Ergebnisse der Werkwoche zu bewundern. Collagen, Maldiktate und Ausmalbilder hängen an Wänden, Wäscheleinen und Pinnwänden. Sie alle zeigen, dass große Kunst durchaus in Stil und Motivwahl von Kindern nachempfunden werden kann.

Die Projektwoche bot an zwei Schulstunden täglich „eine interessante Abwechslung vom normalen Unterricht im Klassenverband“, so Petra Korte. Denn: Das Projekt mit Wasserfarbe, Buntstift und viel Papier fand jahrgangsübergreifend statt. Die rund 180 Kinder aus den Klassen 1 bis 4 durften sich selbst aussuchen, welchen großen Künstler sie während der Projektwoche näher kennen lernen wollten.

„Franz Marc hat am liebsten glückliche Tiere gemalt!“

Wahrhaft große Meister wurden von den Grundschülern genau unter die Lupe genommen: Franz Marc, Friedensreich Hundertwasser, Paul Klee, Pablo Picasso, Vincent van Gogh, Piet Mondrian, M.C. Escher oder Claude Monet. Die zehnjährige Suna aus der Klasse 4a entschied sich für die Franz-Marc-Projektgruppe. Was sie gelernt habe? „Franz Marc mochte kräftige Farben und hat am liebsten glückliche Tiere gemalt!“ so Suna. Stolz zeigt sie ihr Bild, auf dem sie einen „bunten Himmel wie Franz Marc“ gemalt hat.

Zimmerwechsel. Lehrerin Katrin Wörmann hat die Maurits-Cornelis-Escher-Projektgruppe geleitet. Ihr Aha-Effekt: „Die Kinder waren unheimlich fasziniert, wie viele optische Täuschungen Escher in seinen Bildern versteckt hat. Sie konnten sich gar nicht satt sehen, und entdeckten immer wieder Neues im Bild, und zeigten dann begeistert mit dem Finger darauf.“ Die Kinderbilder im „Escher-Zimmer“ lassen den Betrachter erahnen, dass hier eine intensive Auseinandersetzung mit Möglichkeit und Unmöglichkeit räumlicher Darstellung stattgefunden hat.

Der Gesamteindruck: eine anspruchsvolle Projektwoche. Die zweite überhaupt an der Schule. Lehrerin Petra Korte: „Für 2013 fällt uns im Lehrerkollegium sicher auch etwas Spannendes ein!“

Stefanie Peters



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