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Hoch gepokert und gewonnen

27.06.2012 | 16:58 Uhr
Hoch gepokert und gewonnen
Die TKS-Abiturienten vor dem historischen Eingang der Schule. Foto: Stolp

Südwest.  Die Abiturienten der Theodor-Körner-Schule verabschieden sich aus ihrem „Casino“.

Einmal im Jahr steht die Aula im Schulzentrum Südwest ganz besonders im Mittelpunkt. Die Verleihung der Abiturzeugnisse an die erfolgreichen Abgänger der Theodor-Körner-Schule ist im Bochumer Südwesten ein besonderer gesellschaftlicher Mittelpunkt. Über 500 Gäste konnte Schulleiter Bernhard Arens in der voll besetzten Aula begrüßen.

Im Fokus stand die Übergabe der „Reife-Zeugnisse “ an 88 Abiturienten durch Arens und den diesjährigen Stufenleiter Hartmut Stolp. Unter den Absolventen sind auch fast 20 Seiteneinsteiger, die in die Stufe 11 kamen. Darunter viele aus Hattingen. Eine Tendenz, die sich aus der Sicht des Schulleiters in Zukunft weiter vergrößern wird. „Das ist ein großartiger Erfolg und beweist, dass unsere Fördermaßnahmen in der Oberstufe nachhaltig greifen“, so Bernhard Arens.

„Abi Vegas – gepokert wird um jeden Punkt“

Jede Abi-Schlussfeier hat an der TKS schon seit Jahren ihr besonderes Motto, das die Abiturienten wählen. „Abi Vegas – gepokert wird um jeden Punkt“, lautete es in diesem Jahr. Arens versuchte, auf humorvolle Art einen Vergleich zwischen einem Casino, dem Pokerspiel und dem erreichten Abitur zu ziehen. Die Glücksspielmetropole Las Vegas, die aus dem sandigen Boden gestampfte gigantische Stadt, lieferte ihm das Stichwort für deren Gründungsmotto: „Nichts ist unmöglich, alles geht.“

Bernhard Arens erinnerte an den „Beginn der Mitgliedschaft im TKS-Casino“ im Jahre 2003. Ein neues Spiel begann, die Regeln waren die alten. Aber die Croupiers, das sind die Spielleiter und die erfahrenen Fachlehrer, hätten immer dafür gesorgt, dass die Spielregeln eingehalten wurden.

Die Oberstufe habe aus den benachbarten „Casinos“ Grünstraße, Marie-Curie, Hugo-Schultz, Heinrich Böll und Maria-Sybilla sogar echte zusätzliche Spielergrößen erhalten. Statt in festen Klassenverbänden sei ab jetzt an lockeren Kurstischen gespielt worden.

Jeder „Spieler“ entscheidet selbst über das „Pokerspiel“

Im Körner-Cáfe und im Selbstlernzentrum habe es sogar berüchtigte „Zockerleistungszentren“ gegeben. Plötzlich konnte jeder Spieler (sprich: jeder Schüler) selbst entscheiden, welches „Pokerspiel“ für ihn besonders geeignet erschien. „Und wenn ich so in die Runde schaue, könnt ihr euch gar nicht so falsch entschieden haben. Das von euch gewählte Motto sollte uns das Pokern um einen Jackpot suggerieren. In Wirklichkeit war es jedoch ein Stück harter Arbeit, das den meisten von euch den erhofften Gewinn bescherte.“

Das Pokerspiel sei nun beendet, die Mitgliedschaft im TKS-Casino gekündigt: „Ab heute spielt ihr mit offenen Karten, die das Leben für euch bereit hält“, so der Schulleiter.

Zum Abschied sprachen für die Abiturienten Verena Wulff und Lukas Hagen im Namen aller den Dank an das Kollegium für neun erfolgreiche Jahre aus.

Gisbert Frömgen



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