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Evangelische Jugend feiert buntes Fest

12.06.2012 | 11:36 Uhr
Evangelische Jugend feiert buntes Fest
Viel Spaß hatten diese Jugendliche bei einer Kletterpartie der Feuerwehr. Foto: Karl Gatzmanga

Weitmar.   Heute schon gelebt? Unter diesem Motto feiern 300 evangelische Jugendliche im Matthäuspark ein schönes Fest mit Musik und Tanz – nur die christliche Botschaft kommt dabei etwas kurz

Einmal im Jahr feiert die Evangelische Jugend Bochum mit ihren 44 Verbänden in großem Stil ein buntes Fest, das bis in die Abendstunden andauert. Wilfried Maier, Leiter des Evangelischen Jugendpfarramtes, schätzt, dass der Evangelische Jugendtag „mindestens 25 Jahre besteht, vielleicht auch 30“. Auf jeden Fall sei das Fest „Standard“ und auch für heute erwachsene, ehemalige Jugendgruppenmitglieder „ein fester Termin“, um alte Bekannte zu treffen.

Das Motto diesmal: „Heute schon gelebt?“. Das war zu lesen auf den blauen Schirmmützen der 15 jugendlichen Organisatoren des Festes. Unter den etwa 300 Besuchern des Festes auf dem Gelände der Matthäuskirche waren die Verantwortlichen des Tages auf diese Weise gut erkennbar.

Geboten wurde viel: Es gab ein Volleyballturnier, das mit acht Teams in der Turnhalle der Matthias-Claudius-Gesamtschule ausgetragen wurde. Den Sieg errang die Jugend der Pauluskirche. Auf der Bühne jagte ein Programmpunkt den nächsten. Erstmals gab es einen Poetry-Slam mit vier Teilnehmern im Alter von 16 bis 22 Jahren.

Siegertrophäe für 14-Jährige aus Dahlhausen

Die Siegertrophäe (ein golden angespraytes, aufgeschlagenes Buch mit Widmung) ging an den Youngster des Wettbewerbs. Per Applauslautstärke wurde die 14-jährige Kathi Wirth aus Dahlhausen mit ihrer Kurzgeschichte „Kristallklares Wasser“ als Siegerin ermittelt.

Vier Tanzgruppen der jüdischen Gemeinde Bochum, zwei davon organisiert im TUS Makkabi, zeigten auf der Bühne ihr Können. Gegen Abend gehörte der Wittener Band „Be blessed“ die Bühne. Die Gruppe inspirierte die Zuhörer mit zeitgenössischer englischer und deutscher Lobpreismusik, darunter Titel wie „Näher mein Gott zu Dir“ und „Mercy is falling“.

Was das Leben ausmacht

Auf der Bühne fand zum Abschluss des Tages auch der „Jump In – Jugendgottesdienst“ statt. Mitmach-Angebote für jedermann bot der „Park der Möglichkeiten“ etwa beim Kettcarfahren oder beim Jonglieren. Beliebt war dabei eine Malaktion, bei der die Besucher auf einer große Leinwand aufschreiben und aufmalen konnten, was ihnen zu der Überschrift „Was das Leben ausmacht“ so einfällt. Dort war etwa zu lesen: „Gesundheit“, „Geld“, „Familie“ oder „Schokolade“. Erst als das Bild fast voll war, schrieb jemand dazu, was im Leben eines evangelischen Christen eigentlich nicht vergessen werden sollte: „Jesus“.

Ohne Frage: Der Jugendtag ist ein fröhliches, gut gemachtes und beliebtes Fest. Doch die christliche Botschaft blieb ein wenig schwammig. Die Aussage einer kurzen Andacht am Abend lautete schlicht: „Das Leben genießen und für andere da sein.“ Das sind eher allgemeine Gedanken. Die klarste Glaubensverkündigung des Tages stammte von der Gruppe „Be blessed“. Die sangen: „Open the eyes of my heart lord“ (zu deutsch etwa: „Herr, öffne mir die Augen“).

Stefanie Peters


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