Würstchen, Kohle – und jede Menge Müll
11.07.2012 | 18:22 Uhr 2012-07-11T18:22:00+0200
Ost. Das Grillen am Ümminger See beschäftigt die Bezirksvertretung: Während hier vermehrt die Steaks brutzeln, wünscht sich Bezirksbürgermeister Busche „keine Fort-Fun-Atmosphäre“
Leckeres vom Grill liebt jeder. Nur die Nachbarn sind manchmal etwas „angefressen“ von herüberwehendem Rauch oder fliegender Asche. Oder vom Müll, den manche Zeitgenossen beim Grillen in Grünanlagen hinterlassen. Deshalb greift jetzt die Politik ein: In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung wollten die Parlamentarier mit einem Antrag auf das Verhalten der (auch grillenden) Besucher am Ümminger See einwirken.
Weil in allen Grünanlagen der Nachbarstadt Dortmund das Grillen verboten ist, so erzählte Bezirksbürgermeister Norbert Busche, kursieren im Internet offenbar Aufrufe, sich am Ümminger See zu treffen. Dies müsse vor allem am Pfingstwochenende der Fall gewesen sein: Die Ufer des Sees waren voller Menschen. Es sei viel gegrillt – und viel Müll hinterlassen worden. Die Rede war im Antrag der SPD-Fraktion von 50 großen blauen Säcken.
Die Bochumer Autos seien an diesem Wochenende in der Unterzahl gewesen, erzählte Busche, der selbst vor Ort war. Es seien sogar Bierzeltgarnituren mitgebracht worden. Man habe am Spielplatz und sogar unter Bäumen gegrillt, was die Bochumer Sicherheitsverordnung ausdrücklich nicht zulässt.
„Der Ümminger See ist ein Ort der Ruhe“
Busche erinnerte daran, dass „wir 1974 den Ümminger See als Ort der Ruhe und der Freizeit konzipiert haben. Wir wollten bewusst keine Fort-Fun-Atmosphäre.“ Weil Bochum das Grillen erlaubt , ist der Müll im Grünen, so Wolfgang Heinemann (SPD) „ein stadtweites Problem, das man nicht so einfach lösen kann.“
Dass die Gastronomie am See derzeit geschlossen ist, trägt nicht zur Entspannung der Situation bei. Dort sei man aber, so Busche, auf einem guten Weg. Es gebe Bewerber, „und wir werden da Ruhe reinkriegen.“ Karl-Josef Schiffer (CDU) hatte sogar vorgeschlagen, über Pfandscheine Grillgenehmigungen zu erteilen.
Die im Antrag geforderten Schilder mit dem Hinweis auf die Regeln der Sicherheitsverordnung – auch in türkischer Sprache – fand Busche nicht so gut – und wurde überdeutlich: „Wir haben dann überall eine Kette von Schildern. Was soll der Mist?“ Während seine Parlamentarier den Antrag (bei zwei Enthaltungen) durchwinkten, knurrte er noch hinterher, dass „ich mich demnächst noch einmal öffentlich dazu äußern werde.“

16:27
gehts nach dem büschlein dann grillen da nur noch korrekte deutsche im anzug.
natürlich alles bio und mit dem müllsack auf dem rücken. es sollte bei politikern ein reset-
knopf vorhanden sein.
09:03
Wäre es nicht schön, wenn die penetrante und abseitige Verbindung irgendwelcher Themen mit dem Musikzentrum endlich aufhören würde?
10:57
Wäre es da nicht schön, anstatt in der Stadt ein unnützes Musikzentrum zu bauen, lieber das Geld in unsesre Naherholungsgebiete zu stecken.
Das wäre Stadtentwicklung, und sorgar eine sparsame.
10:41
1.) in Bochum ist es VERBOTEN, dass Hundekot EGAL WO liegen gelassen wird und ist vom Hundehalter aufzunehmen. Fakt ist: Bochum wurde zuletzt in ganz NRW als am schlimmsten verkotete Stadt hervorgestellt. Ich glaube, ich habe im ganzen Bochumer Osten noch nie einen Ordnungshüter gesehen der das überwacht, egal ob an den Strassen, den Parks, und wenn es sie geben sollte, sind es viel zu wenige.
2.) Der Ümminger hatte schon früher ausgewiesene, gesicherte Grillplätze. Alles was darüber hinaus geht, ist Fehl am Platz.Aber die Parlamentarier können noch soviele Verbote aussprechen, solange da niemand ist, der es durchsetzt, ist es das Papier nicht wert auf dem es steht. Gilt für Griller als auch Hundehalter!
12:10
Selbst wenn dort hunderte Müllsäcke zur Verfügung stünden, würde dies das Verhalten gewisser, nicht weniger "MitbürgerInnen" wohl kaum verbessern.
Man schaue sich einfach mal an den sommerlichen Uferzustand am Kemnader See an.
So nach dem Motto: Hurra, ich will Spaß haben und grillen. Was interessiert mich die Natur ...
07:45
Hier wird offensichtlich gegen Andersaussehende Politik gemacht. Der Ümminger See ist verkotet und aufgrund der benachbarten Autobahn und des angrenzenden Industriegebietes sicherlich keine Oase der Ruhe.
Das so viele Auswärtige anreisen würden, ist schlichtweg falsch. Das Müllproblem ist durch die Politik gewollt, hier gibt es einfach zu wenig Abfallbehälter.
12:56
Auch ich habe die Bierzeltgarnituren gesehen.
Ehrlich gesagt gehen mir diese grillenden Mitbürger mit den dunklen Haaren und die deutschen Prolos mit den scheppernden Bierpullen ganz schön auf die Eier.
Herr Busche hat Recht!
Wie sieht das nur aus, wenn man dort am See nur spazierengehen und seine Ruhe haben möchte. Man wird von einer lärmenden Horde von Grillwütigen mit ihren Angehörigen empfangen.
Das hat auch nix mit Kultur zu tun, der Ümminger See als auch der Kemnader See sind keine Grill- und Lagerplätze von Winnetou und seiner Gefolgschaft, sondern sind Allgemeingut zur Erholung. Die Erholung besteht aus Ruhe und Entspannung, so dass durch diese Art der Nutzung man sich an der dortigen Natur erfreuen kann und nicht Säcke von Müll durch die Stadt wieder beseitigt werden müssen.
Also bitte sofort die gleichen Regeln wie in den Nachbarstädten - Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen!
Dann kommen auch keine Touris aus den Nachbarstädten und müllen uns alles zu.
03:32
Die Dortmunder kommen nach Langendreer, um dort zu grillen? Wow.
Unbestritten waren/sind dort nicht wenige Mengen an Müllsäcken vorhanden. Aber Pfandscheine für Grillgenehmigungen? Puh, das bringt einen negativen Beigeschmack mit, der eventuell nicht gerechtfertigt ist. Man müsste da im Artikel schon noch in die Tiefe gehen...
Zum Artikel: Was ist denn nun beschlossen worden? Der Bürger wird durch deutsche und türkische Sprache darauf hingewiesen, dass man nicht unter Bäumen grillen darf?