Kaum Katzenjammer am Tag danach in der Fanmeile
10.07.2011 | 18:31 Uhr 2011-07-10T18:31:00+0200Bochum. Etwas überraschend herrschte am Tag nach der Niederlage der deutschen Mannschaft bei der Frauenfußball WM schon wieder gute Laune auf der Fanmeile im Bochumer Bermudadreieck.
Keine Spur von Katzenjammer, jedenfalls nicht mehr am Sonntagnachmittag. Da wehte die deutsche Fahne beinahe einträchtig neben der japanischen Flagge. Nach dem Überraschungs-Ausscheiden der deutschen WM-Frauen gegen Japan, steuerte die Fanmeile im Bermudadreieck mit Cheerleader-Akrobatik und Breakdance-Einlagen gegen den aufkeimenden Frust an.
Die 16-jährige Isa, die ihre beiden Freundinnen Alex und Sneshi, die bei Kitty Killaz mit tanzen, mit reichlich Szenen-Applaus anfeuerte, störte die Niederlage der deutschen Frauen nicht wirklich: „Frauen müssen tanzen und nicht Fußball spielen“, kommentierte sie kess und trocken.
Noch am Samstagabend fieberten Hunderte Fans mit den Spielerinnen. Vor allem, als Alexandra Popp schließlich eingewechselt wurde, schien es den Fans so, als ginge doch noch etwas. Doch es sollte nicht sein. Immerhin sorgte das Viertelfinalspiel endlich einmal für eine „brutal volle Fanmeile“, wie ein Szene-Kenner freudig registriert hatte. Ob die deutlich über dem Schnitt liegende Junggesellen-Abschiedsdichte ursächlich etwas mit dem Spiel zu tun hatte, konnte nicht wirklich sicher nachgewiesen werden.
Susanne Schlimm, die für Bochum Marketing die Veranstaltungen auf der Fan-Meile betreut, ist schon ein wenig traurig, dass nun die Gastgebermannschaft nicht mehr mitmischt. „Ich glaube, dass sich bei den Spielen mit deutscher Beteiligung schon noch mehr Leute hier eingefunden hätten.“ Das Programm Zwischen Engelbert-Denkmal und Kap-Bühne geht natürlich trotzdem wie geplant weiter.
Treue Fans der Bochumer Nationalspielerin Annike Krahn etwa zollten – wie ja heutzutage mehr und mehr üblich – via Internet ihren Respekt: „Liebe Annike, auch wenn es im Moment wahrscheinlich keinen Trost gibt und Du einfach nur leer, traurig und enttäuscht bist, lass den Kopf nicht hängen“, schrieb etwa eine Franzi8 ins Gästebuch von Annike Krahn.
Schon die übernächste Frauen-WM hatte scheinbar der Kinder-Komiker Klaus Foitzik im Visier. In seinem Schiri-Rap brachte er dem Nachwuchs den wichtigsten Spruch angesichts des Unparteiischen bei: „Ich hab’ nix gemacht.“

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Warum sollte deswegen große Trauer herrschen,
egal wie es kommt, am Bermudadreieck wird all-
täglich gesoffen wie immer.