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Gnadenfrist für Opel-Werk Bochum - bis wann lohnt der Kampf?

14.06.2012 | 11:25 Uhr
Gnadenfrist für Opel-Werk Bochum - bis wann lohnt der Kampf?
Opel Bochum darf weitermachen. Vorerst.Foto: WAZ FotoPool

Essen.  Opel Bochum bleibt bestehen - zumindest noch ein paar Jahre. Das ist ein Erfolg von Rainer Einenkel, dem Betriebsratsvorsitzenden. Er kämpft unermüdlich seit Jahren um den Erhalt des Werks. Dabei steht er immer wieder vor dem gleichen Problem: Bis zu welchem Punkt lohnt der Kampf?

Wenn es denn so kommt, dass das Opel-Werk eine weitere Gnadenfrist bis Ende 2016 erhält, dann geht dieser zumindest vor­läufige Sieg auf das Konto des nimmermüden Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel. Ohne seinen ständigen Kampf um jeden einzelnen Arbeitsplatz, ohne seine Drohungen mit Streik und Warnungen vor unabsehbaren Folgen für die Marke würden sich die Befehlshaber von General Motors nicht zum Kompromiss gezwungen sehen. Bravo!

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Opel - das Aus für den Standort Bochum

Bereits seit 1929 Jahren besteht das deutsche Automobilunternehmen Opel. 2008 begann für die Rüsselsheimer jedoch der Kampf gegen die Insolvenz. Grund dafür ist die finanzielle Lage des US-Automobilkonzerns General Motors, zu dem die deutschen Autohersteller gehören.

Es hat sich wohl in der entrückten Detroiter Weltzentrale des „Generals“ die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine Schließung von Werken auf Biegen und Brechen das Unternehmen teurer kommt als ein ­Kompromiss. Ohne die starke Rolle der Gewerkschaft in Deutschland ein undenkbarer Umdenkprozess.

Wie viel Lohnverzicht kann den Bochumer Opelanern zugemutet werden?

Ohne einen tiefen Griff in den nicht besonders breiten Geldbeutel der Opelaner wird es jedoch kaum gehen. Hier liegt noch ein großes Konfliktpotenzial. „Wir zahlen nicht für unsere eigene Beerdigung“, hat Einenkel wieder und wieder erklärt. Wie viel Lohnverzicht kann den ­Mitarbeitern für den vorläufigen ­Erhalt ihrer Arbeitsplätze über die bisher bestehende Jobgarantie bis Ende 2014 zugemutet werden?

Und stirbt das Bochumer Werk dann zwei Jahre später? Gewiss ist nur, dass einer dagegen kämpfen wird bis zum letzten Tag.

Gerd Heidecke

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Kommentare
14.06.2012
14:40
Gnadenfrist für Opel-Werk Bochum - bis wann lohnt der Kampf?
von ESteiger | #3

Glaubt mir !!!!!!

Es lohnt sich nicht zu kämpfen! Wenn es fest steht, dann steht es fest! Ich habe es bei der Ruhrkohle doch auch erlebt! Man verlängert nur die Hoffnzung auf eine Wende, die doch nicht kommt! Seht den Tatsachen lieber früh genug in die Augen! Und die wahrscheinlich kommende Wirtschaftskrise wird all das noch beschleunigen!

Der Ofen ist aus! Der Drop ist gelutscht!

14.06.2012
12:19
Gnadenfrist für Opel-Werk Bochum - bis wann lohnt der Kampf?
von drengler | #2

"Wer nicht kämpft hat schon verloren" - aber - auch das Ergebnis des Kampfes von Rainer Einenkel steht leider schon fest: Auf Dauer wird Opel-Bochum nicht bestehen bleiben. Es sei denn, dass sich die Strategie von GM grundlegend ändern würde.

Aber wer glaubt denn daran, dass sich der Kapitalismus selbst reformieren wird? Da ist es eher wahrscheinlich, dass sich die Völlker Europas von dem im Untergang befindlichen System trennen werden und neue Strukturen sich etablieren werden. Da könnte dann auch Opel-Bochum wieder eine Zukunft haben.

13.06.2012
19:23
Gnadenfrist für das Bochumer Werk
von AusBochum | #1

Tolle Hommage für einen tollen Kerl. Danke Rainer! Ohne dich hätten einige Wirrköpfe bestimmt schon einigen Schaden angerichtet.

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