Die Musik trotzte dem Regenwetter
24.06.2012 | 18:09 Uhr 2012-06-24T18:09:00+0200
Bochum.Mit einen Bürger- und Burger-Brunch auf dem Marienplatz wurde für das Musikzentrum geworben. Viele musizierende Jugendliche zeigten Flagge. Die OB betreute Bürger, der GMD die Burger.
„Jedes Mal regnet es. Wir brauchen ein Dach über dem Kopf“. Nicht nur die Oberbürgermeisterin sprach diesen Satz beim Bürger-Brunch aus. Er war überall zu hören an diesem Sonntagmittag.
Es ist tatsächlich schon fast eine traurige Tradition in den letzten Jahren, dass bei den größeren Aktionen zur Bewerbung des Musikzentrums der Himmel seine Schleusen öffnet. Dieses Argument wird in der Wetternot von den Befürwortern und Unterstützern gerne genommen, doch schöner wäre natürlich immer gewesen, ein Volksfest zu zelebrieren, das die breite Unterstützung für das Projekt auch angemessen visualisieren würde. So boten die vollgeregneten Biertischgarnituren auf dem Krater-Parkplatz einen traurigen Anblick.
Publikumsliebling Harry Curtis
Doch trotz des wahrlich scheußlichen Dauernieselregens mit heftigen Windböen waren gut 400 Musikfreunde schon um 11 Uhr auf dem Marienplatz zugegen und sangen zunächst unter der Leitung des sich immer mehr zum Publikumsliebling entwickelnden Harry Curtis gemeinsam Lieder im offenen Zelt. Trotzig erklang „Freude schöner Götterfunken“ aus vielen Kehlen.
Einige Hundert Befürworter des Musikzentrums dürften zu dieser Zeit auch noch trockenen Fußes im Schauspielhaus gesessen haben, wo die BoSy ihre Sonntagssymphonie zelebrierten - eine Terminüberschneidung, die langfristig nicht vorausplanbar war, wie BoSy-Sprecherin Christiane Peters bedauernd zu Protokoll gab. Ebenso bedauerlich mussten sich die Veranstalter, die BoSy, die Stiftung Bochumer Symphonie und die Musikschule, von ihrem Konzept verabschieden. Geplant waren viele kleine Ensembles, die an verschiedenen Stellen des Platzes ganz unmittelbar zwischen den Besuchern musizieren sollten. Unmöglich bei den empfindlichen Instrumenten.
„Wir waren noch nie so nahe dran“
In ihrer Begrüßungsrede dankte OB Ottilie Scholz noch einmal der „echten Bürgerstiftung“ für die gesammelten 14,3 Millionen Euro Spendengeld und bekräftigte die Absicht der Stadt bei der nächsten Ratssitzung die Landesmittel vorweisen zu können. „Das werden wir tun“, so die OB wörtlich. Und: „Wir waren noch nie so nah dran“, fuhr sie fort, um aber lachend einzuschränken, dass diese Aussage schon oft getätigt wurde in den letzten Jahren.
Nachdem sich die OB somit verbal um die Bürger gekümmert hatte, blieben für BoSy-Chef Steven Sloane noch die Burger als Betätigungsfeld. Er teilte sich für zwei Stunden den Grill im Tucholsky-Zelt mit Daniel Birkner und produzierte viel gelobte Cheeseburger.

20:28
Das Bild über dem Artikel ist aussagekräftiger als der Text!
Ein Besucher und viele leere Stühle - ist das die Zukunft des viel gelobten Musikzentrums?
Die Verwaltung der Stadt Bochum und die Mitglieder des Rates sollten endlich das Bürgervotum zum Musikzentrum realistisch beurteilen. Die Bürger hören sparen; in Bochum sollen in den nächsten Jahren 10 Grundschulen geschlossen werden - natürlich um den maroden Haushalt zu sanieren. Geld für ein ungeliebtes Musikzentrum bleibt dennoch oder deswegen? Dies zeigt wiedermal die Prioritäten in Bochum.
Sehr ärgerlich: Wo ist die Opposition bei dieser unsozialen Politik?
07:31
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21:13
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20:56
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20:14
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18:18
Ja , Ja , der Regen
Was macht er nicht alles, der liebe Regen. Er lässt Menschen den guten Pfad des toleranteren Umgangs
mit seinen Mitmenschen vergessen,
und man meint sogar, Niveau wäre eine Hautcreme.
Ist es nicht so. Meier !!!
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17:33
Ach ja, muss ja immer doppelt sein.
Ach ja, muss ja immer doppelt sein.
Und wenn interessiert, wo du dich blicken lässt????