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Gelebte Hospizarbeit - Behinderte Jasmin erhält Erstkommunion in Arnsberg

26.06.2012 | 17:44 Uhr
Gelebte Hospizarbeit - Behinderte Jasmin erhält Erstkommunion in Arnsberg
Die Mitarbeiter des Hospizvereins "Sternenweg" ermöglichten der neunjährigen Jasmin und ihrer Familie eine bewegende Kommunionfeier.Foto: privat

Arnsberg.   Es war keine gewöhnliche Andacht, die Pfarrer Thomas Siepe in der Heilig-Kreuz-Kirche in Arnsberg abhielt: Der stimmungsvolle Rahmen war auch dafür gechaffen, um der behinderten Jasmin aus Arnsberg die heilige Erstkommunion zu ermöglichen. Das Mädchen wird im Lebenszentrum Königsborn betreut.

Initiiert wurde die Feierstunde von der Sternenweg-Leiterin Ursula Elisa Witteler, die auf diese Weise den neuen Mitarbeitern der Einrichtung verdeutlichen konnte, wie facettenreich gelebte Hospizarbeit sein kann. „Es war einfach stimmig, unser neues Team nach über einjähriger Vorbereitungszeit gebührend zu begrüßen und gleichzeitig einer der von uns betreuten Familien hilfreich zur Seite zu stehen“, freute sich Witteler über die bewegende Veranstaltung.

Zahlreiche Helfer waren erschienen, um Jasmin und ihrer Familie einen unvergesslichen Feiertag zu bereiten, darunter viele aktive „Sternenweg“-Mitarbeiter, Erzieherinnen des Heilpädagogischen Kindergartens „Die Feldmäuse“ sowie Betreuerinnen des Lebenszentrums Königsborn in Unna, wo Jasmin seit einigen Jahren lebt. Außerdem wurde eine neue Gruppe Ehrenamtlicher für den Kinder- und Jugendbereich sowie die zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Brigitte Becker und Elisabeth Kemper des Ambulanten Hospizdienstes „Sternenweg“ eingeführt.

Außergewöhnliches Geschenk

Ein außergewöhnliches Geschenk hatte Hospiz-Mitarbeiterin Irene Knickenberg im Gepäck, die von einer Pilgerreise nach Israel geweihtes Narden-Öl vom Bethesda-Teich mitbrachte: Pfarrer Siepe segnete mit diesem so genannten Öl der Maria Magdalena die neuen Mitarbeiter des Hospiz „Sternenwegs“ und das Kommunionkind. Bei der anschließenden Feier und Zertifikatübergabe im Heilig-Kreuz-Gemeindehaus drückte Caritas-Vorstand Heinrich Steinkemper den Ehrenamtlichen seine Anerkennung aus: „Ich weiß, wie schwierig ihre Aufgabe ist. Aber auch, wie bereichernd sie sein kann.“

19-Jährige hilft ehrenamtlich

Jüngste Absolventin des Hospiz-Vorbereitungskurses war die 19-jährige Lea Holzapfel, die sich gemeinsam mit ihrer Mutter für diese Ausbildung qualifizierte und nun ebenso wie alle anderen Teilnehmer gespannt darauf wartet, zu ihrer ersten Begleitung von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern eingesetzt zu werden.


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