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WM 2022

WM-Verlegung in den Winter ist kein echtes Zugeständnis von Katar

22.03.2013 | 18:51 Uhr
WM-Verlegung in den Winter ist kein echtes Zugeständnis von Katar
WM-Finale am zweiten Weihnachtstag? Ob Fifa-Präsident Blatter das wirklich will?Foto: reuters

Essen.   Offen für eine Verlegung der WM 2022 in den Winter zu sein, bedeutet nicht, dass auch verlegt wird. Katar müsste für ein echtes Zeichen Richtung Kritiker einen Antrag beim Weltverband Fifa stellen. Doch damit riskiert das Land viel. Ein Kommentar von Frank Lamers.

Katar wollte die Weltmeisterschaft und hat sie bekommen. Ziel also erreicht. Ende im wüstensandigen Gelände. Wann genau diese WM im Jahr 2022 ausgetragen werden wird, das spielt für diese kleine Nation mit ihren reichhaltigen ökonomischen Ressourcen überhaupt keine Rolle. Das Finale wünscht sich der Herr Sepp Blatter für den zweiten Weihnachtstag? Warum auch nicht, über die Klimaanlagen lässt sich stets eine für Fußballer angenehme Temperatur herstellen, und die höchste globale Aufmerksamkeit ist einem WM-Ausrichter absolut immer sicher.

Bei einem Antrag an die Fifa könnte Katar das mühsam Erreichte verlieren

Dass Katar nun erklärt hat, man sei für eine Verlegung in den Winter offen, ist deshalb nicht als bedeutendes Zugeständnis an die Kritiker einzuordnen. Ein bedeutendes Zugeständnis wäre es, wenn das Land beim Weltverband einen Antrag auf Verlegung stellen würde.

Dann nämlich könnte Katar das mühsam mit Tricks und Talern Erreichte wieder verlieren. Dann nämlich wäre ein neuer Nachdenkensprozess ermöglicht: Sollen wir wirklich das Bohei mit der radikalen Spielplanneugestaltung in den nationalen Ligen veranstalten? Und das alles nur, weil die erkannt haben, dass bei ihnen allein im Winter gekickt werden kann? Vergeben wir die WM doch lieber gleich in kühlere Gefilde...

WM 2022
Katar einverstanden mit Verlegung der WM 2022 in den Winter

Katar erwägt eine Verlegung der Fußball-WM 2022 in den Winter. "Viele Faktoren sprechen dafür, die WM im Winter auszutragen. Wir sind bereit, das WM-Turnier im Sommer oder im Winter auszurichten. Unsere Planung wird das nicht beeinträchtigen", teilte das lokale Organisationskomitee mit.

Ein Antrag ist also nicht zu erwarten. Und wenn nicht alles täuscht, ist die Sorge wegen der Sommerhitze ohnehin übertrieben. In klimatisierten Hotels, Tiefgaragen, Bussen, Trainingshallen und Stadien wird die Sonne schon keine Spielerhaut versengen. Für Fans könnte es ein paar Grad schwieriger werden.

Frank Lamers

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Kommentare
23.03.2013
17:22
Katar 2022 = ok !
von AMSTERDAMNED | #2

Es wurde Zeit, dass eine WM einmal ausserhalb von Europa, Südamerika, USA oder Asien stattfindet! Persönlich hätte ich mir zwar Australien, Neuseeland oder die Fiji-Inseln gewünscht. Katar geht aber in Ordnung. Die Temperaturen werden bis 2022 ansteigen, doch Katar ist ein supermodernes Land und verdient die WM. An wen sonst hätte man sie in Europa oder Südamerika vergeben sollen? Einige Länder bekamen die WM schon öfter (u.a. wir Deutschen 1974, 2006). Die ganze Aufregung verstehe ich nicht. Korruption bei der UEFA und FIFA ist nichts Neues. Geldkoffer, 5*****-Hotels, Luxusprostituierte uvm. Die UEFA betrügt zB den Fussballfan mit der Champions L., hier kassieren Vereine ab, die überhaupt keine Champions sind. Ist nur ein Beispiel. Katar geht in Ordnung, ist mal was anderes. Und Gott sei Dank findet eine WM nur alle 4 Jahre statt, spätestens 2020 wird man sich richtig auf Katar freuen.

23.03.2013
15:26
Westliche Fans in einem arabischen Land das kann lustig werden.
von meigustu | #1

Bier und Solidaritätsbekundungen auf nacktem Busen können mit Peitschenhieben und Steinigung enden.

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