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Neuner und Petkovic zeigen die zwei Seiten des Sports

30.12.2012 | 19:44 Uhr
Neuner und Petkovic zeigen die zwei Seiten des Sports
In Tränen aufgelöst: Andrea Petkovic nach ihrem neuerlichen Verletzungspech in Perth.Foto: dpa

Essen.  Während Magdalena Neuner auf Schalke eine ausgelassene Abschiedsparty feierte, löste sich in Perth das Comeback der Tennisspielerin Andrea Petkovic in Tränen auf. Zum Jahresausklang wurden so noch einmal die unterschiedlichen Gesichter des Sports deutlich. Ein Kommentar.

Es waren die Bilder des Tages. Zur Jahreswende symbolisierten sie noch einmal das ganze dramatische Spektrum des Sports, ja, des Lebens. Zwei junge Frauen, beide gerade mal 25, aber welch’ ein Kontrast. Gelöst, wie von allen Lasten befreit, neckisch die Zunge herausstreckend, die eine – verzweifelt, in Tränen aufgelöst, die andere. In diesem Moment trennten Magdalena Neuner und Andrea Petkovic nicht nur räumlich Welten.

Als sich die deutsche Biathlon-Königin auf Schalke (wo, was nicht unterschlagen werden soll, auch das böse Wort vom Personenkult die Runde machte) von ihren Fans verabschiedete, tat sie dies mit der Genugtuung, in ihrem Sport alles erreicht zu haben, und voller Vorfreude auf einen neuen Lebensabschnitt. Zwei Goldmedaillen und zwölf WM-Titel würden sie fortan nicht mehr unter Druck setzen. Ihre fröhliche Botschaft: Es gibt ein Leben nach dem Sport.

Rückschlag zum Ende des Seuchenjahres

Fast zeitgleich wurde im australischen Perth die einstige deutsche Tennis-Hoffnung von Weinkrämpfen geschüttelt, nachdem ihr Knie sie wieder einmal aus allen Träumen gerissen hatte. Ein „Seuchenjahr“ wollte Andrea Petkovic versöhnlich ausklingen lassen, um dann 2013 nach schier endlosen Rückschlägen zu einem Neuanfang zu nutzen. Und jetzt diese brutale Rückkehr der Angst vor dem Ende ihrer Karriere. Anders als Neuner wird sie ihre Grenzen womöglich nie ausloten können.

Magdalenas Abschied

Magdalena Neuner und Andrea Petkovic – zwei persönliche Schicksale, die viel erzählen über Glück und Pech. Zusammengefasst in zwei Momentaufnahmen aus Gelsenkirchen und Perth.

Reinhard Schüssler

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