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Randale in Essen

09.12.2007 | 21:20 Uhr

FUSSBALL-REGIONALLIGA. 0:0 der Rot-Weißen gegen Düsseldorf von Ausschreitungen überschattet. Raketen aus dem Fortuna-Block. Partie für elf Minuten unterbrochen.

ESSEN. Einige wenige Randalierer sorgten beim Fußball-Regionalligaduell zwischen Rot-Weiss Essen und Fortuna Düsseldorf (0:0) dafür, dass der Sport in den Hintergrund gedrängt wurde. Als aus dem Gäste-Block eine Viertelstunde vor Schluss wiederholt Rauchbomben gezündet wurden und Leuchtraketen aufs Feld flogen, unterbrach Schiedsrichter Stefan Lupp (Zossen) die Partie und ließ über den Stadionsprecher verkünden, bei einem weiteren Wurfgeschoss würde er das Spiel abbrechen.

Als zwei Minuten später erneut ein Feuerwerkskörper auf dem Rasen landete, schickte der Unparteiische die Spieler in die Kabine. Nach elf Minuten entschied er sich dann doch auf Weiterspielen und brachte die Begegnung ohne weitere Ausschreitungen über die Bühne.

Trauriges Ergebnis der Krawalle: Sieben Zuschauer und vier Ordner mussten behandelt werden, zwei Personen wurden sogar ins Krankenhaus gebracht. Bereits im Vorfeld hatte es sieben Festnahmen gegeben, bei Schlägereien nach dem Abpfiff nahm die Polizei fünf weitere Personen vorübergehend fest.

"Das sind nicht unsere wahren Fans. Davon distanzieren wir uns mit aller Schärfe", meinte Fortuna-Interimstrainer Wolf Werner. "Einige Doofmänner machen bewusst den Fußball kaputt", stieß Essens Trainer Heiko Bonan ins gleiche Horn.

Beiden Vereinen drohen aufgrund der Vorfälle empfindliche Strafen durch den DFB. RWE-Präsident Rolf Hempelmann: "Uns ist von allen Seiten eine guter Ordnungsdienst bescheinigt worden. Wir haben alles unternommen, um solche Vorfälle möglichst zu verhindern. Ganz ausschließen lässt sich dies aber nicht, wenn ein so hohes Maß an krimineller Energie im Spiel ist."

Bereits Ende April dieses Jahres hatte es im Essener Georg-Melches-Stadion, damals ausgelöst durch Fans von Hansa Rostock, Ausschreitungen und Krawalle in einem Zweitligaspiel gegeben. (NRZ)

THOMAS SCHRÖER

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