Knapp vorbei am Triumph „nebenan“
06.06.2010 | 20:27 Uhr 2010-06-06T20:27:00+0200
Dortmund. Für den Deutschen Ringer-Bund (DRB) war die Europameisterschafts-Generalprobe in der Dortmunder Helmut-Körnig-Sporthalle durchaus erfolgreich. Insgesamt griffen die deutschen Assen sechsmal Gold, viermal Silber und achtmal Bronze ab. Für den ehemaligen KSV-Ringer Mirko Englich gab’s Rang zwei im 96-Kilo-Limit.
Keine leichte Aufgabe hatte der Olympia-Zweite von Peking bei seinem „Heimspiel“ vor sich - immerhin war das Schwergewicht mit einigen internationalen Top-Leuten bestens besetzt. „Freilose in dem Sinne gibt’s da auch wirklich nicht mehr - das Niveau ist international deutlich gestiegen“, meinte auch Detlef Englich, Vorsitzender des KSV Witten 07, der vor allem den eindrucksvollen Zuschauerzuspruch am Samstag als positiv empfand.
In der ersten Runde ging es für Mirko Englich gegen den Finnen Eetu Luoma, den er mit viel Mühe knapp bezwang (1:0, 1:0). Im Viertelfinale erwischte ihn der rumänische Ex-Junioren-Europameister Robert Papp eiskalt - 5:0 in Runde eins. Dann aber konterte Englich, gewann zweimal mit 1:0. Das Halbfinale hatte er sicher im Griff. Schon nach 31 Sekunden schulterte er Ex-Junioren-Europameister Konstantin Efimov (Russland) und zog ins Finale ein.
Gegen den französischen Vize-Weltmeister von 2009, Melonin Noumonvi, entwickelte sich ein enges Gefecht über drei Runden. Im entscheidenden Durchgang aber war Englich einen Moment lang unkonzentriert und verlor mit 0:1. „Das war wie bei Olympia 2008 - irgendwie ein Englich-Problem“, flachste sein Vater.
Für die beiden anderen deutschen Ex-KSV-Ringer kam das Aus schon deutlich früher. In der Klasse bis 74 Kilogramm - ebenfalls griechisch-römisch - verlor zunächst Ilyas Özdemir im Achtelfinale gegen den Russen Ruslan Belkhoroev, dann scheiterte auch sein Trainingspartner Adam Juretzko im Viertelfinale am gleichen Gegner, wurde letztlich Siebter.
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