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SV Schermbeck

Von Maulwürfen und Fehlern . . .

30.09.2011 | 18:20 Uhr

Schermbeck. Eigentlich sind es meist Abwehrkicker, die nach dicken Patzern am liebsten im Boden versinken würden. Doch beim NRW-Ligisten SV Schermbeck füllt eben nach den Fehlern im Defensivverhalten der Trainer diese Rolle aus.

„Wenn ich ein Maulwurf gewesen wäre, hätte mich nach einer Viertelstunde niemand mehr in Krefeld gesehen“, erinnert sich Martin Stroetzel mit Grauen an das 1:4 beim KFC Uerdingen. Denn seine Abwehrkette leistet sich derzeit eine Endloskette an Unzulänglichkeiten. Mit der Hypothek von neuen Gegentreffern in 180 Minuten erwartet der SVS am Sonntag (15 Uhr) den VfB Hüls.

Doch Martin Stroetzel wäre nicht er selbst, wenn er dies als unabwendbar hinnehmen würde. „Unsere Pinnwand ist voll mit Tipps und Anweisungen zum Abwehrverhalten. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen einfach die Kurve kriegen“, sagt der 45-Jährige. Im Training stand deshalb unter der Woche auch „intensive Zweikampf-Schulung“ auf dem Programm. „Da gibt es große Defizite.“

Dem Gegner werde es einfach zu leicht gemacht, fügt der Übungsleiter hinzu. Nach dem 2:2 in Siegen sei er der Meinung gewesen, „wir sind auf einem guten Weg. Doch die letzten zwei Spiele waren schon sehr krass. Das war kein Stagnieren, sondern ein Rückschritt“, sagt Stroetzel. Als weiteres großes Manko neben dem Zweikampfverhalten hat der Coach die Organisation im Abwehrverbund ausgemacht. „Man braucht da nicht den überragenden Mann, muss nur gut organisiert sein.“

Hier könnte Schlussmann, Routinier und Kapitän Christoph Müller weiter helfen. „Er hat ja bewiesen, dass er der Mann für außergewöhnliche Dinge ist. Aber das hat leider auch nicht hundertprozentig funktioniert“, bemängelt der Schermbecker Trainer. So bleibt ihm fast nur die Hoffnung auf Besserung.

Info
Zwei Wochen Pause

Am Wochenende 8./9. Oktober greift der SV Schermbeck nicht ins NRW-Liga-Geschehen ein. Seine Partie bei den SF Siegen war vorverlegt worden. Bereits am 4. September hatte die Elf mit dem 2:2 in Siegen den letzten Punkt geholt.

Immerhin steht Andreas Altenbeck wieder zur Verfügung, der in Uerdingen kurzfristig wegen einer Rippenprellung hatte passen müssen. Noch in der Warteschleife befindet sich Max Bönighausen nach seiner Schambeinentzündung. „Er hat diese Woche wieder mit dem Ball trainiert. Wir müssen sehen, ihn so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen“, so Stroetzel. Fraglich ist nur der Einsatz von Marian Michels (Zeh-Prellung).

Ein Wiedersehen mit drei ehemaligen Schermbeckern steht übrigens morgen an. Während Mykola Makarchuk und Yakup Köse schon länger für den VfB Hüls um Punkte kämpfen, gehört Christian Erwig erst seit Ende August dem VfB-Kader an. Jener Erwig, der in der Saison 2004/05 19 Treffer für den SVS erzielte und Torschützenkönig der Oberliga Westfalen wurde.

Ralf Pollmann

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