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Hiesfeld für HSG eine Nummer zu groß

08.01.2012 | 18:09 Uhr
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Hiesfeld für HSG eine Nummer zu groß
Im Kreispokal-Halbfinale unterlagen die Rot-Weißen der HSG Wesel dem Oberligisten TV Jahn Hiesfeld. (Foto: Markus Weißenfels)

Wesel. Unter dem Strich eine Nummer zu groß war der TV Jahn Hiesfeld im Halbfinale des Kreispokals für den Handball-Landesligisten HSG Wesel. Die Gastgeber unterlagen in der mit rund 200 Besuchern gut gefüllten Weseler Halle Nord dem Oberligisten verdient mit 27:34 (11:16).

„Hiesfeld ist nicht unser Niveau, trotzdem wäre für uns mehr drin gewesen“, resümierte HSG-Co-Trainer Michael Kessel, der einräumen musste, dass der taktische Plan der HSG zu Anfang überhaupt nicht zum Tragen kam. „Unsere 5-1-Deckung ist in der ersten Viertelstunde wirklich in die Buchse gegangen. Da waren wir viel zu lethargisch, viel zu passiv.“

Zu echtem Stellungsspiel in der Defensive war es zumeist gar nicht gekommen, da die vielen unnötigen Ballverluste oder technischen Fehler wenige Sekunden später einen Gegentreffer durch messerscharfe Tempogegenstöße der Hiesfelder zur Folge hatten. 4:0 stand es nach knapp drei Minuten, Mitte des ersten Durchgangs hieß es bereits 11:4 für die Gäste.

Auf der anderen Seite musste sich die HSG gegen den schnell umschaltenden Favoriten die Tore immer wieder hart erkämpfen. Und da war auch noch ein glänzend aufgelegter Stefan Meyer im Tor der Gäste. „Paule“ fing nicht nur den einen oder anderen „Unhaltbaren“ vor der Linie ab, sondern leitete zumeist mit präzisen Zuspielen die Tempogegenstöße ein. „Hut ab! Der Paule ist wirklich eine Institution in Hiesfeld“, zollte auch Kessel dem Routinier Respekt.

Zudem sprach auch die Wurfauswahl nicht für die Weseler. Besonders Björn Fehlemann war gegen seinen Ex-Klub zumindest in Durchgang eins entweder nervös oder übermotiviert. Am Ende sollte er es auf nur zwei Tore bringen.

Das Weseler Publikum unterstützte sein Team weiter und sollte mit Beginn des zweiten Abschnitts doch noch kurzzeitig auf die Überraschung hoffen dürfen. Zweimal war die HSG bis auf zwei Treffer (16:18, 17:19) an den Oberligisten herangerückt. Doch die Gäste bestraften jeden Fehler der Rot-Weißen eiskalt. Zudem machten es einige umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen in dieser Phase den Hausherren nicht leichter.

„Von einigen Entscheidungen war ich wirklich sehr enttäuscht. Trotzdem hat sich die Mannschaft nicht hängen lassen und alles probiert“, so Kessel, der noch dem A-Jugendlichen Sven Brincks ein Extra-Lob spendierte. Gute Ansätze zeigte auch Neuzugang Toran Knapinski, der von Beginn an ran durfte und offensiv viel Spielzeit bekam. „Wir müssen noch sehen, wo wir ihn im Defensivverbund einbauen“, so Michael Kessel.

HSG:Geilenkirchen, Hansen; Heffels (1), Brincks (3), Fehlemann (2), Haase (1), Knapinski (3), Gorris (9/4), Glaser (1), Lettgen, Borgmann (5), Jacobi (1), Pannen (1).

Andreas Nohlen

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