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Den Bann gebrochen

24.01.2010 | 20:05 Uhr

Schermbeck. Einen echten „Big Point”, genauer gesagt deren drei, hat der SV Schermbeck in der Fußball-NRW-Liga gelandet. Die abstiegsbedrohte Mannschaft von Trainer Martin Stroetzel gewann das Nachholspiel beim Schlusslicht TSG Sprockhövel mit 2:1 (1:1).

Damit ging der SVS gegen diesen Kontrahenten in Verbands- und Oberliga im zehnten Anlauf zum ersten Mal als Sieger vom Platz. „Ich bin natürlich sehr erleichtert und erfreut über diesen enorm wichtigen Sieg”, meinte der Coach, dessen Team damit 18 Punkte auf dem Konto hat - einen mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt in der vergangenen Saison.

Und die Rot-Weißen machten bei winterlichen Bedingungen auf dem kleinen Kunstrasen in Sprockhövel schnell klar, dass es nicht die letzten Punkte sein sollen. Einen guten Pass von Mykola Makarchuk verwertete Seyit Ersoy aus spitzem Winkel zur verdienten 1:0-Führung für die Gäste (18.).

„Wir haben zwar gut angefangen, uns aber so nach 25 Minuten immer wieder festgespielt, anstatt uns mit einem Seitenwechsel zu befreien. So ist der Gegner immer besser in die Zweikämpfe gekommen und wir haben uns immer weiter in Schwierigkeiten gebracht”, so Stroetzel. „Bis wir um den Ausgleich gebettelt haben!”

Und der folgte dann auch: Während der neue und sichere SVS-Keeper Christoph Müller den ersten Versuch der TSG noch parieren konnte, schliefen seine Vorderleute und der Neuzugang der Platzherren, Selcuk Gülec, traf zum 1:1 (41.). Nur drei Zeigerumdrehungen später hatten die Rot-Weißen Glück, dass der Gegner einen Stellungsfehler von Stefan Zepanski nicht sogar zur Wende nutzte.

Nur über Standards

In einer „ausgeglichenen zweiten Hälfte auf schwächerem Niveau” (Stroetzel) gab es nur wenige gute Torszenen. „Ich dachte mir schon, dass ein Tor nur noch über eine Standardsituation fallen würde und so kam es ja auch”, erläuterte der Coach. Der eingewechselte Sascha Siebert fand mit seinem Freistoß den groß gewachsenen Stefan Zepanski am zweiten Pfosten, der über den Keeper zum umjubelten 2:1-Endstand einköpfte (71.).

„Danach hatten wir das Spiel eigentlich wieder im Griff, ich bin jedenfalls ziemlich ruhig geblieben”, so Martin Stroetzel. „Wir haben auch unsere zahlreichen Konter nicht so schlecht ausgespielt, waren aber öfters zu zögerlich im Abschluss.”

Am Ende stand im 20. Spiel der fünfte Saisonsieg, der die Schermbecker vom Klassenerhalt träumen und hart dafür arbeiten lässt. „Man hat gesehen, dass einige Spieler körperlich noch nicht in Top-Verfassung sind, da fehlte es häufig an den letzten Metern. Aber im Prinzip sind wir ja auch noch mitten in der Vorbereitung”, erläuterte der Schermbecker Übungsleiter.

Am kommenden Sonntag möchte der SVS mit einem Heimsieg gegen den VfB Speldorf erstmalig seit langer Zeit die „knallroten” Plätze verlassen.

SVS: Müller; Konowski, Djuliman, Turhal, Zepanski, Lupitu, Makarchuk (77. Turgut), Jansen, Woberschal (46. Siebert), Kiral (89. Köse), Ersoy.

Tore: 0:1 Ersoy (18.), 1:1 Gülec (41.), 1:2 Zepanski (71.).

Andreas Nohlen

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