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Ruderer beziehen Winterquartier

Der letzte Härtetest

01.12.2009 | 17:51 Uhr

Es war windig, wellig und feucht. Keine guten Voraussetzungen für die letzte Freiluftveranstaltung der Ruderer in diesem Jahr.

Dortmund. Dennoch brachte die Langstreckenüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes über 6000 Meter in Dortmund die erwarteten wertvollen Erkenntnisse: Man weiß jetzt was zu tun ist, bis im April die nächste Kaderüberprüfung erfolgt.

Vor allem der neu eingeführte Test im Achter bot gerade den jüngeren Aktiven Chancen. So darf sich die Recklinghäuserin Constanze Siering Hoffnungen machen, mit dem A-Kader gemeinsam ins Wintertraining einzustei-gen. „Das ist eine gute Chance für Constanze. Sie kann sehr viel lernen", sagte ihr Trainer vom RV Emscher Wanne-Eickel, Jochen Wittor, nach dem fünften Platz im Zweier ohne Steuerfrau und dritten Platz im Achter. Dass der Siering-Achter gegen den auf einigen Positionen umgebauten WM-Achter keine Chance haben würde, war von klar. Der Favorit trat mit den derzeit besten Ruderinnen an, die sich tags zuvor aber nicht im Zweier, sondern im Einer der Konkurrenz gestellt hatten.

Aller Ehren wert war da der zweite Platz des Achters um Theresa Hülsmann (Waltrop), die mit der Dortmunderin Sina Geigenmüller im Zweier zudem auf Platz vier fuhr. Überraschend wurden auch noch die Juniorinnen Charlotte Siering (Recklinghausen) und Sophia Wüllner (Waltrop) für den fünften Frauen-Achter nominiert, da es bei den Seniorinnen Personalmangel gab. Der fünfte Platz war da eher zweitrangig. Im Zweier fuhr das Vest-Duo auf Rang vier.

Junioren-Weltmeister Julien Corzilius feierte mit dem Dortmunder Michael Schirmer seinen Einstieg in die U 23-Klasse. Hier hatte im Zweier alles gemeldet, was in Deutschland Rang und Namen hat. Am Ende war es ein respektabler 17. Platz und obendrauf gab es noch Platz fünf im Achter mit geringem Rückstand zum Dritten. Das war das Entscheidende, denn auf den Plätzen eins und zwei dominierte die A-Nationalmannschaft, die ja im Sommer im Achter Weltmeister wurde.

Bei den Junioren hatte es U 19-Doppelzweier-Weltmeister Timo Piontek (Dorsten) mit U 19-Einer-Weltmeister Felix Bach (Potsdam) zu tun. Der Potsdamer siegte souverän, aber Pionteks dritter Platz ist ein erster Fingerzeig Richtung Junioren-Nationalmannschaft 2010. Malte Jakschik und Michael Palisaar (RV Rauxel) fuhren im Junior-Zweier auf Rang sechs.

Detlev Seyb

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