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Sven Michel wechselt zu Gladbach - Steiler Aufstieg von der Landesliga

27.12.2012 | 19:04 Uhr
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Sven Michel wechselt zu Gladbach - Steiler Aufstieg von der Landesliga
Sven Michel, hier noch im Trikot der Sportfreunde Siegen, stürmt künftig für Borussia Mönchengladbach.

Siegen.   Es ist noch gar nicht so lange her, da kickte der gebürtige Alchener noch in der siebthöchsten deutschen Spielklasse. Doch ab dem Januar wird für Sven Michel nichts mehr so sein, wie es einmal war. Dann will der 22-Jährige den Sprung in die Bundesliga schaffen.

Alchen ist ein Stadtteil des Siegerländer Fachwerk-Städtchens Freudenberg und in Alchen muss die Luft besonders gut sein für junge Männer, die in der Fußball-Bundesliga Tore schießen wollen. Patrick Helmes kommt aus Alchen. Er wurde Nationalspieler und wird im Januar beim VfL Wolfsburg nach seinem zweiten Kreuzbandriss wieder ins Tagesgeschäft einsteigen.

Sven Michel stammt auch aus Alchen. Der 22-jährige Linksfuß wechselt für kolportierte 70.000 Euro zum 1. Januar von Regionalliga-Aufsteiger Sportfreunde Siegen zu Borussia Mönchengladbach. Michel unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Nach einem wochenlangen Versteckspiel mit Interview-Verbot und anderen Interessenten wie dem 1. FC Köln im Wettbewerb ist Michel heilfroh, dass alles geklärt ist.

Es war nervlich eine große Belastung für mich, der Druck ist jetzt von mir genommen“, sagte der Siegerländer, der vor zweieinhalb Jahren noch beim Landesligisten SuS Niederschelden im Angriff spielte. Der rasante Aufstieg mit 25 Toren in 54 Spielen für die Sportfreunde führt ihn jetzt zum Traditionsverein vom Niederrhein. „Mönchengladbach hat mich sofort fasziniert, die Argumente von Sportdirektor Max Eberl haben mich direkt überzeugt. Ich habe mir das Europa-League-Spiel der Gladbacher gegen Limassol angesehen und wusste sofort: Hier geht es hin“, erklärte Michel.

Zwei Tore gegen Mönchengladbachs Reserve als Bewerbungsschreiben

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Der schussstarke Tempodribbler beginnt bei seinem neuen Arbeitgeber zunächst bei der U 23-Mannschaft, die in der Regionalliga West gegen den Abstieg spielt. Trainer Sven Demandt kassierte mit den dem Team Anfang November ein 0:4 im Siegener Leimbachstadion. Zwei Tore schoss Sven Michel. Demandt informierte Mönchengladbachs Cheftrainer Lucien Favre und Max Eberl. Der Transferpoker begann.

Keine Angst vor der prominenten Konkurrenz in Gladbach

Sven Michel freut sich schon auf die Rückkehr der Mönchengladbacher Profis aus dem Trainingslager in Dubai Mitte Januar. Dann darf er nämlich bei ihnen mittrainieren und sich für die Bundes- und Europaliga empfehlen. „Wenn die Jungs wieder da sind, gebe ich Vollgas. Dann werden wir sehen, was geht.“ Die große Konkurrenz (de Jong, de Camargo, Hanke, Mlapa) erschreckt den Aufsteiger aus dem Siegerland nicht: „Konkurrenzkampf ist überall, ich werde den Kampf annehmen.“ Max Eberl traut seinem Neuzugang einiges zu: „Wir haben einen talentierten Spieler mit Perspektive verpflichtet, der in Siegen seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat.“

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Am meisten freut sich Sven ­Michel über seinen neuen Kollegen Juan Arango : „Von ihm will ich viel lernen.“ Später will Michel nicht nur mit dem venezolanischen Kunstschützen Arango trainieren, sondern auch mit ihm um Bundesliga-Punkte spielen. Er ­wäre in der Rückrunde der zweite Alchener in der höchsten deutschen Spielklasse.

Michael Schütz

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