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TuS Erndtebrück

Erndtebrück hat Pulver verschossen

28.05.2012 | 22:25 Uhr
Erndtebrück hat Pulver verschossen
Torben Schneider hat die große Chance zum 1:0, eine Chance, von der sein Trainer meinte, die macht man auch mit verbundenen Augen. Foto: Klaus Saßmannshausen

TuS Erndtebrück  TuS Erndtebrück- Westfalia Herne 1:1 (0:1).

- Westfalia Herne 1:1 (0:1). Es war das Spiel der vergebenen Torchancen und so mussten sich die Erndtebrücker mit einem Unentschieden im letzten Heimspiel der Saison begnügen. Bei einem Sieg wären die Wittgensteiner an Homberg vorbeigezogen. So bleibt alles wie es ist: Erndtebrück ist Drittletzter, Herne Tabellenletzter.

Sechs A-Jugendliche bei Herne

Der Tradionsverein aus Herne spielte im ersten Duchgang nicht wie eine Mannschaft, die ganz unten steht, obwohl der Klub „sechs A-Jugendspieler bringen musste“, wie Hernes Trainer Ulrich Reimann sagte. Der zeterte bald 90 Minuten am Spielfeldrand, als ob es für seine Mannschaft noch um etwas ginge. Und die kämpfte im Pulverwald, wollte an diesem Tag unbedingt etwas Zählbares holen. Der Herner Rasit Tekin hätte seine Mannschaft in der 20. Minute in Führung bringen können, doch er trat über den Ball. Dabei stand er völlig frei vor Erndtebrücks Torwart Timo Bäcker. Fünf Minuten später hatte Evangelos Skraparas die bis dahin größte Chance auf dem Fuß, als er mit dem Ball unwiderstehlich davon zog, aber in Timo Bäcker seinen Meister fand, der mit dem Fuß klärte. Erndtebrück zeigte im Spielaufbau Mängel, die Pässe kamen ungenau. Dennoch erarbeiteten sich die Gastgeber ein leichtes optisches Übergewicht, konnten dies aber nicht in Tore ummünzen. Nach einer halben Stunde zog der agile Manuel Jung ab, ein schöner Schuss, aber genau so schön parierte Hernes guter Torhüter Thimo Mallon. Und dann kam sieben Minuten später Torben Schneider aus kurzer Entfernung frei zum Schuss. Erndtebrücks Trainer Peter Cestonaro kommentierte die Szene später süffisant. „Das war eine 1000-prozentige Torchance, die kann man auch mit verbundenen Augen machen.“ Torben Schneider schoss den Ball in die Arme des Torwarts.

Herne machte es auf der Gegenseite besser. Christoph van der Heusen passte zu Samet Ural, der brauchte den Ball nur ins Tor zu schieben (40.). Herne führte nicht einmal unverdient und erlebte den seltenen Moment, in Führung zu gehen. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Markus Waldrich nach Flanke von Torben Schneider übers Tor.

Erndtebrück machte im zweiten Durchgang Dampf, Angriff auf Angriff rollte in Richtung Herner Gehäuse. Herne tat im zweiten Durchgang nicht mehr viel, verwaltete den Vorsprung. Erndtebrück wollte den Sieg, um sich von den Fans ordentlich zu verabschieden. Chance um Chance erspielten sich die Gastgeber, nach einer Stunde war es soweit: Marco Maser mit schönem Zuspiel auf Manuel Jung, der setzt sich über links durch und schießt, Thimo Mallon wehrt ab, der Ball kommt zu Sven Hinkel und der trifft zum verdienten 1:1. Es folgten weitere Angriffe von Erndtebrück. Die letzte Chance hatte der Kapitän Markus Waldrich auf dem „Hinterkopf“ nach Freistoß von Maser. Der Ball fliegt über den Kasten, wie so oft an diesem Pfingstmontag.

Klaus Mütherig



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