Kalwa blickt wehmütig auf letztes Derby
08.06.2012 | 19:38 Uhr 2012-06-08T19:38:00+0200
Schwerte. In der Bezirksliga stehen der VfB Westhofen und SC Berchum/Garenfeld seit dem vergangenen Wochenende als Absteiger fest, geht es für sie in den letzten beiden Spielen nur noch darum, sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden. Der Geisecker SV und ETuS/DJK Schwerte kämpfen im Fernduell um die Vormachtstellung im „Schwerter Osten“.
VfB Westhofen – Geisecker SV (Sonntag, 15 Uhr, Ruhrwaldkampfbahn). Es ist für die Westhofener das vorerst letzte Derby gegen den Geisecker SV in der Bezirksliga, was bei VfB-Trainer Michael Kalwa schon jetzt etwas Wehmut aufkommen lässt. „Ich hoffe, dass es ein ansehnliches Spiel mit vielen Möglichkeiten hüben wie drüben wird und beide Mannschaften mit offenem Visier spielen“, sagt Kalwa, wobei er die Kleeblätter, die das Hinspiel mit 3:1 gewannen, in der Favoritenrolle sieht: „Wir wollen uns aber mit Anstand verabschieden und versuchen, das Bestmögliche herauszuholen.“ Gleichwohl muss der VfB-Coach personell einige Abstriche machen, da die gegen den Abstieg kämpfende Reserve verstärkt werden soll und sich Serkan Arslan bereits im Urlaub befindet.
Der Geisecker SV, der zum Saisonausklang spielfrei hat, kann mit einem Sieg als bestes Schwerter Team die Saison beenden und Platz vier festigen. „Die Luft ist jetzt zwar raus, geht es für uns in der Tabelle nicht mehr weiter nach oben, aber trotzdem wollen wir die drei Punkte holen“, erklärt Trainer Gregor Podeschwa, der den Abstieg der Westhofener bedauert. Nach langer Verletzungspause steht Mathis Leuer bei den Kleeblättern vor einem Comeback.
ETuS/DJK Schwerte – TuS Esborn (Sonntag, 15 Uhr, EWG-Sportpark). Im Hinspiel endete das Gastspiel von Trainer Thomas Biller bei den Östlichen. Er trat nach der 1:5-Niederlage zurück. „Das war damals der Tiefpunkt“, blickt André Haberschuss zurück: „Da haben wir auf jeden Fall noch etwas gut zu machen.“ Ob sich der Tabellensechste am Ende noch vor dem Lokalrivalen Geisecke platziert, das ist für den Spielertrainer unerheblich: „Wir wollen soweit wie möglich nach oben, haben in der Rückrunde 22 Punkte gesammelt und jetzt die Chance, sechs weitere zu holen.“ Haberschuss darf gar nicht daran denken, was gewesen wäre, wenn die Östlichen in der ersten Serie ebenso konstant gespielt hätten: „Dann wären wir bestimmt ganz oben mit dabei gewesen.“ Personell bleibt die Lage bei den Gastgebern angespannt. In der kommenden Saison wird übrigens Sebastian Kulke aus der Reserve fest zum Stamm der Ersten gehören.
SC Berchum/Garenfeld – CSV SF Bochum-Linden (Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion). Während bei den Gastgebern die Luft raus ist, können die Bochumer in Garenfeld mit einem Sieg ihr Meisterstück machen. Noch führt die Reserve des TuS Ennepetal die Tabelle an, aber der Spitzenreiter ist an den letzten beiden Spieltagen zum Zuschauer verdammt.
„Wir werden nichts verschenken. In unserem letzten Heimspiel wollen wir uns anständig von unseren Zuschauern verabschieden“, will SCB/G-Trainer Rupert Gerl die Punkte dem haushohen Favoriten keineswegs kampflos überlassen, auch wenn für ihn die Truppe des Ex-Profis Frank Benatelli „die stärkste der Liga ist“. Beim 0:5 im Hinspiel waren die Berchum/Garenfelder jedoch chancenlos. Verzichten muss der Fusionsverein auf Alexander Escher (private Gründe), außerdem ist der Einsatz von Niklas Braun ungewiss.
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