Franken-Pleite könnte MSC retten
14.03.2010 | 22:45 Uhr 2010-03-14T22:45:00+0100
Moers. Bundesligist Moerser SC kann allerdings in Berlin keinen Satz gewinnen und bleibt auf dem vorletzten Platz
Sie seien nicht gekommen, um Geschenke zu verteilen, dass hatten die Bundesliga-Volleyballer vom Moerser SC vor der Partie gegen den SCC Berlin klargestellt. Mitnehmen konnten sie aus der Hauptstadt allerdings nichts. Am Sonntagnachmittag kassierten die Adler in Berlin eine 0:3 (14:25, 21:25, 21:25)-Niederlage.
Große Chancen hatten sich die Adler angesichts der Stärke des Gegners zwar nicht ausgerechnet, allerdings wurden diese durch die personelle Situation noch weiter geschmälert. Trainer Chang Cheng Liu hatte mit Carlos Capote und Robin Gietzelt nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung. Victor Bird fehlte ebenso wie Dirk Grübler (Fingerbruch) und Dominik Sikorski, der mit Bayer Wuppertal um die westdeutsche Jugend-Meisterschaft spielte. Zudem gingen Henning Wegter und Gabor Nacsa angeschlagen in die Partie. Die Adler hielten zwar zunächst gut mit, fielen nach der ersten technischen Auszeit aber zurück. Immer wieder brachten die Berliner ihre Aufschläge präzise über das Netz und setzten die Adler unter Druck. So kam der MSC nur selten erfolgreich zum Abschluss.
Angriffe durch die Mitte
Erst im zweiten Durchgang fanden die Moerser ins Spiel. Im Aufbau lief mehr zusammen, die Berliner Abwehr verlor an Souveränität.
Besonders die Schnellangriffe über die Mitte gelangen besser. Dennoch schlichen sich immer wieder kleine Fehler ein. Die erfahrene Berliner Mannschaft nutzte das aus und behielt stets die Kontrolle – mit Ausnahme des dritten Satzes. Da konnten die Adler zeigen, was in ihnen steckt. Tim Broshog und Henning Wegter blockten mehrere Angriffe in Folge und Tobias Neumann fand stets die richtige Anspielstation. Damit überrumpelten die Adler die Gastgeber, die sich erst einmal von dieser Überraschung erholen mussten. Dafür brauchten sie bis zur Mitte des Durchgangs. Die Berliner zogen das Tempo an und brachten die Partie dank einer konzentrierten Schlussphase zu Ende – aber weniger deutlich als erwartet.
Das Geschenk gibt es nun möglicherweise für die Adler: der VC Franken hat Insolvenz angemeldet. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass nur noch ein Verein absteigen muss – die DVL wird das Thema in den nächsten Tagen besprechen.
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