Ein echtes Familienfest
19.06.2011 | 18:34 Uhr 2011-06-19T18:34:00+0200
„Ab Kilometer zehn sind wir zusammengelaufen. Bei Kilometer zwölf habe ich versucht wegzukommen. Und das hat geklappt.“ Noch etwas aus der Puste, aber richtig glücklich beschrieb am Samstag Daniel Monster die Entwicklung seines Erfolges in 54:48 Minuten über die 15-Kilometer beim 11. Donkenlauf in Neukirchen-Vluyn. Und über Björn Temmler (55:01).
Monster, vom ausrichtenden Verein AS Neukirchen-Vluyn, gewann vor Temmler, vom Moerser TV, womit der Zieleinlauf so war, wie er von vielen Experten vorhergesehen wurde. Vor dem Startschuss wollte sich eben nur niemand auf die Reihenfolge festlegen. Und die Namen Markus Spangenberg (ASV Duisburg, 3. Platz, 55:13) und Jürgen Brauckmann (7., 56:59), ebenfalls AS, wurden ebenfalls noch heiß gehandelt. „Daniel hat kurz angetreten, dann war es schwierig, hinterher zu kommen“, bestätigte nachher auch Björn Temmler die entscheidende Situation. „Aber es gibt ein nächstes Mal“, zeigte er sich schmunzelnd als echter Sportsmann.
Sieg für den Moerser TV
Die 15-Kilometer machen bekanntlich die Hauptstrecke des Donkenlaufs aus. Zuvor, beim sechs-Kilometerlauf, hatte Sebastian Rorenberg (20:07) immerhin schon einen Sieg für den Moerser TV bei den Männern herausgeholt. Annika van Hüüt (LG Alpen), gewann schließlich bei den Frauen (24:03), musste lediglich sechs Männern den Vortritt beim Zieleinlauf lassen. Hut ab!
Den zogen die Besucher allerdings bereits beim ersten Start ab 13.30 Uhr: Nacheinander standen die Läufe der einzelnen Grundschulklassen bei donki@school auf dem Programm. Und die der Neukirchen-Vluyner Kindergärten. Insgesamt 550 Kinder tummelten sich auf der 500- und 1000-m-Strecke der Tersteegenstraße, die wegen der Sanierung des Sportplatzes vom Julius-Stursberg-Gymnasium als Ausweichort herhalten musste (wir berichteten).
Rund 2000 Eltern, Besucher und Neugierige säumten die gesamte Strecke, die im Rundkurs wenigstens zweimal gelaufen werden musste, und feuerten die kleinen Flitzer deshalb quasi gleich doppelt an. Eine tolle Atmosphäre und super Stimmung, die die ASler bereits am Samstag ins Grübeln gebracht hat, die zukünftigen Donkenläufe ebenfalls auf dem abgesperrten Teilstück der Tersteegenstraße, entlang des Schulzentrums durchzuführen.
Und die Knirpse gaben ihr Bestes. „Ich hab nur an Flash gedacht“, begründete der fünfjährige Henry Zak nach seinem 500-m-Sieg den Erfolg. Flash ist der rasend schnelle Filius der Comic-Kino-Familie „Die Unglaublichen“.
Keiner verlief sich
Auch wenn Kai Ruthmann, Moderator und Sprecher des Spektakels, gefühlte 1000mal vor allem den kleinsten Läufern die Strecke erklärte - dank der weit mehr als 100 Helfern vom AS Neukirchen-Vluyn hat sich kein einziger der fast 1050 Aktiven verlaufen.
Die Helfer sorgten einmal mehr dafür, dass der Donkenlauf ein echtes Familienfest wurde. Unzählige Kuchen und mehr als 700 Würstchen gingen über die regengeschützte „Ladentheke“ am Gymnasium. Renn-Arzt Andre Bergmann war mit Ausnahme einiger leichter Blessuren arbeitslos, das Wetter machte den Organisatoren nur kurz zu schaffen. Sonst war aber schließlich alles optimal für einen tollen Lauftag.
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