Viktoria Goch entlässt Thomas von Kuczkowski
16.03.2011 | 13:12 Uhr 2011-03-16T13:12:00+0100Goch. Der 38-Jährige ist nicht mehr länger Trainer bei den Weberstädtern. Manfred Gloger übernimmt am Samstag.
Thomas von Kuczkowski hatte sich am Dienstag Abend schon gedanklich auf das Spiel gegen den KFC Uerdingen vorbereitet. Doch dann klingelte sein Telefon, und Anrufer Mike Theissen übermittelte dem Fußballtrainer eine folgenschwere Nachricht: Viktoria Gochs Vorsitzender erklärte von Kuczkowski, dass dieser ab sofort von seinen Aufgaben entbunden werde.
Tabellensituation erstmal ignorieren
„Mit der nun vollzogenen Beurlaubung will der Vorstand den Versuch unternehmen, den Abstieg doch noch vermeiden zu können“, hieß es in einer Pressemitteilung. Diese Herkulesaufgabe soll nun Manfred Gloger erfüllen. Der frühere Viktoria-Schlussmann und langjährige Torwarttrainer des MSV Duisburg übernimmt am Samstag eine Mannschaft, die in der Niederrheinliga abgeschlagen auf einem Abstiegsrang liegt. „Wir müssen die Tabellensituation erst mal ignorieren“, sagt der 48-Jährige. Dass Gloger nun ein Engagement bei den Weberstädter erhält, liegt nach eigener Aussage „am guten Verhältnis zu Jürgen de Mür“. Den Viktoria-Förderkreisvorsitzenden kennt der neue Trainer noch aus seiner aktiven Zeit. Zwar sprechen die Schwarz-Roten jetzt nur von einer „Interimslösung“, allerdings scheint es sich bei Gloger auch um den Wunschkandidaten für die kommende Saison zu handeln.
Heute saß der neue Mann bereits auf der Tribüne im Hubert-Houben-Stadion. Die Verantwortung in der Partie gegen den KFC Uerdingen trug Co-Trainer Andreas Bergmann gemeinsam mit den erfahrenen Abwehrspielern Frank Rörthmans und Heijo Peters.
Von Kuczkowski weilte beim 1:3 (1:1) nicht unter den Zuschauern. „Ich wünsche der Mannschaft aber weiterhin viel Glück. Das Verhältnis zu den Spielern ist absolut intakt“, betonte der beurlaubte Coach. Er bezeichnet das Mittel der Trennung zwar als „legitim“, dennoch kam der Zeitpunkt für ihn überraschend. „Dass ich darüber nicht amüsiert bin, ist selbstredend“, sagte der A-Lizenz-Inhaber.
In naher Zukunft wird von Kuczkowski sich von seinen ehemaligen Spieler verabschieden. Der Vorstand gab ihm noch warme Worte mit auf den Weg, bedankte sich für ein „überdurchschnittliches Engagement“.
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