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„Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“

22.04.2012 | 23:00 Uhr
„Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“
Immer Herr der Situation: Die Gocher ließen gegen Fischeln nur eine einzige gefährliche Situation zu – und meisterten sie, nachdem Tim Janz (hier beim Kopfball) zuvor mit dem Fuß zum 1:0 getroffen hatte. Foto: Heinz Holzbach

Goch.   Goch stößt den VfR Fischeln mit einem 1:0-Sieg vom Landesliga-Thron. Tim Janz’ Tor lässt Viktoria auf den Autstieg hoffen.

Die ausschweifendste Form des Jubels war ein etwa einminütiger Tanz an der Mittellinie, als die Rot-Schwarzen zusammenkamen, hüpften und feierten. Nachdem Trainer Manfred Tebeck seine Gocher abgeklatscht und zum 1:0 (1:0) über den VfR Fischeln beglückwünscht hatte, ließ Stadionsprecher Egbert Brenker ein verhaltenes „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“ über die Lautsprecher folgen. Der neue Tabellenführer der Landesliga mag’s bescheiden -- auch wenn der Sieg im Spitzenspiel der Viktoria jeden Anlass zum Träumen gibt.

Weber, Hommers, Janz – ein Lichtmoment zum 1:0

„Dafür lohnt es sich, Fußball zu spielen“, war Tebeck glücklich, denn der Erfolg über die Krefelder gibt den Gochern jede Menge Selbstvertrauen zurück in dieser bislang eher durchwachsenen Rückrunde. „Es hat niemand von uns sechs Punkte Vorsprung erwartet“, sagte Tebeck. Sechs Spiele vor Saisonende sind’s zumindest zwei – auch nicht schlecht.

Wie das aber auch so häufig in anderen Ligen ist, wenn der Zweite den Ersten herausfordert: Die Zuschauer kommen nicht zwangsläufig alle zwei Minuten dazu, mit der Zunge zu schnalzen. „Ich habe schon vorher gesagt, dass das Spiel im Mittelfeld entschieden wird“, so Tebeck nach 90 sehr kampfbetonten, teils auch zähen Minuten. Zweikämpfe im Zentrum, wenig Gefahr für die Torhüter – beiden Teams war anzumerken, ja nicht den ersten Fehler machen zu wollen. „Und doch waren wir das eine Tor besser“, meinte der Viktoria-Coach, „weil wir mehr investiert haben.“ Vor allem bei diesem Lichtmoment in der 30. Minute: Jörg Webers langen Pass ließ Dennis Hommers elegant abtropfen auf den durchgestarteten Tim Janz, der schließlich im zweiten Versuch den Ball an VfR-Keeper Till-Fabian Kohnen vorbei im Netz unterbrachte.

Tebeck vollauf zufrieden: „Wir waren richtig gallig“

Seine größte und zugleich einzige echte Chance auf den Ausgleich vergab Fischeln nur drei Minuten nach der Gocher Führung, als Pierre Wetzels sich nach einer Ecke in den Schuss von Kevin Sonneveld warf. Diese Aktion zeigte: Die Gocher waren an diesem Tag aufmerksam und entschlossen genug, um die drei Punkte zu behalten. „Das Kleve-Spiel hatte für diese Region auch eine enorme Bedeutung“, so Tebeck, „diesmal waren wir aber von der ersten Minute an im Spiel drin.“ Und zwar bis zur letzten: Devran Eroglu griff auf der linken Seite etliche Vorstöße ab, Sascha Horsmann pflückte eine Flanke nach der anderen aus der Luft. Dass dann auch in der Nachspielzeit ein Fischelner Freistoß aus 20 Metern nicht ins Tor trudelte, passte an diesem Sonntag einfach. „Wir waren richtig gallig“, jubelte Tebeck, „so will ich die Jungs spielen sehen.“

Am besten noch sechsmal.

Andreas Berten


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