Ohne Lautsprecher zum Teilerfolg
12.03.2010 | 20:07 Uhr 2010-03-12T20:07:00+0100Goch. Der Rasen im Gocher Hubert-Houben-Stadion gleicht derzeit einer Kraterlandschaft. Fußballspiele können dort vorerst nicht steigen. Doch Viktoria Goch verfügt noch über zwei Trainingsplätze, also könnte die Partie gegen Ratingen 04/19 am Sonntag ab 15 Uhr über die Bühne gehen.
Wahrscheinlich spielen wir dann auf Asche“, erklärt Viktoria-Trainer Thomas von Kuczkowski und schiebt nach: „Wir sollten auf keinen Fall verlieren.“ Die Luft ist für sein Team nach der Niederlage beim SC Düsseldorf-West noch dünner geworden, der Vorsprung vor den Abstiegsrängen geschmolzen. Und dafür fordert der Gocher Coach von seinen Schützlingen das nötige Maß an taktischer Disziplin.
„Wir müssen versuchen, frühzeitig kompakt zu stehen“, sagt von Kuczkowski. Allerdings kann es sein, dass er auf seine defensiven Lautsprecher verzichten muss. Während Hajo Peters in dieser Saison definitiv kein Spiel mehr machen wird, steht Frank Rörthmans’ Einsatz auf der Kippe. Der Routinier hat nach seinem doppelten Nasenbeinbruch eine Spezialmaske bekommen. „Allerdings weiß ich noch nicht, ob er aufläuft“, sagt sein Trainer, der zudem um Mittelfeldmann Jens Schulz (Fieber) bangt.
Daniel Rehag fehlt rotgesperrt
Auch Ratingens Trainer Karl Weiß muss eine Korsettstange ersetzen: Spielgestalter Daniel Rehag zeigte einmal mehr, dass er stets auf einem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn wandert. Bei der 1:3-Pleite beim SC Kapellen-Erft sah er nach einem Frustfoul die Rote Karte. Durch diese Niederlage erlitt Ratingen einen herben Rückschlag im Titelrennen. „Nun müssen wir zusehen, dass wir nicht ganz abfallen“, sagt Weiß. Er schätzt die Gocher Offensivspieler Mathias Pfände und Stefan Galster sowie Viktoria-Schlussmann Poli Minas: „Der gehört für mich zu den besten Torhütern der Liga.“
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