Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Leichtathletik

Kein Fahrstuhl-Komfort beim Berglauf

05.09.2010 | 22:29 Uhr
Kein Fahrstuhl-Komfort beim Berglauf

Kleve. Bei der vierten Auflage des Runs durch die Klever Innenstadt gab es erstmals einen Treppenlauf

Die Beine sind schwer und schmerzen. Jede Stufe kostet Kraft und fordert neue Überwindung. Der Kampf gegen den inneren Schweinehund könnte dabei kaum größer sein.

Treppen zu laufen gehört ohnehin schon nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten – zu bequem ist doch der Fahrstuhl-Komfort. Nicht aber für die Sportler aus dem Kreis Kleve. Die Herausforderung des ersten Treppenlaufes nahmen sie gerne an und bewältigten die 232 Stufen über rund 450 Meter in wenigen Minuten. Sieger war Florian Laukamp vom Runnerspoint Kleve. Nach 2:09 Minuten war er im Spiegelturm.

Bei der vierten Auflage des Klever Berglaufes gingen alle Teilnehmer an ihre Grenzen.  „Die Zuschauer waren  begeistert“, war sich der Geschäftsführer der ausrichtenden LV Marathon Kleve, Utz Peters sicher. Auch Hauptorganisator  Gerd Mölders hatte nichts zu beklagen: „Ich fand die Veranstaltung optimal! Die Resonanz der Zuschauer und der Läufer war klasse.“ Der neue Treppenlauf, bei dem sich „leider“ nur 27 Athleten quälten, stahl dem Sparkassen-Hauptlauf über die 7500 Meter keinesfalls die Schau. Der Run, der quer durch die Klever Innenstadt und an der Schwanenburg vorbei führte, begeisterte die vielen Zuschauer.

"Lauf! Weiter so! Kämpfen“, waren die Zurufe, welche die Sportler motivieren sollten.  Einige  animierte Sportler verdrehten erschöpft die Augen, andere genossen ihren Ruhm. Besonders wenn die „Stimme des Langlaufs“ Laurenz Thissen auf charmante Art  die Vorbeiziehenden kommentierte.

Härter als ein Halbmarathon

Noch am Freitag war sich Läufer Dave Mölders, ebenfalls von LV Marathon, nicht sicher, ob er beim Vereinslauf teilnehmen solle. Samstags entschied er sich dann für den Hauptlauf, „obwohl ich hier bisher nie Erfolge feiern konnte“. Hügel und Berge seien nicht sein Ding. Trotzdem zog er sich das weiße Shirt an und ging an den Start. Und siehe da: Nach 26:10 Minuten brachte er als Sieger die Stoppuhr zum Stehen. „Das war echt hart. Ich fand es deutlich anstrengender als einen Halbmarathon“, gab der 34-Jährige zu. Auch der Gewinner der Silbermedaille, Theo Aymanns von der Alemannia Pfalzdorf, war froh, als er nach 26:48 Minuten endlich die Ziellinie überschritten hatte: „Die Strecke zieht sich erbarmungslos. Jetzt bin ich total zufrieden.“

Übrigens: Vom Treppenlauf soll es eine zweite Auflage geben. „Jedoch können wir uns eine Veränderung bezüglich der Terminlegung vorstellen“, verrät Gerd Mölders. Sprich: Eventuell gibt es 2011 einen separaten Treppenlauf.

Judith Kerkhoff

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3657894/create

Aktuelle Fotos und Videos
Flugplatz Asperden
Bildgalerie
Flugtage
Jahn Hiesfeld besiegt Goch
Video
Video
Foto
Jahn Hiesfeld besiegt Goch
Bildgalerie
Video
Gut gelaufen!
Bildgalerie
Leichtathletik
Aus dem Ressort
Letztes Heimspiel von Hö./Nie. endet torreich
Fußball-Niederrheinliga
Der SV Hönnepel/Niedermörmter setzt sich in seinem letzten Heimspiel der Saison mit 4:3 (3:1) gegen die Sportfreunde Hamborn 07 durch. Der Fußball-Niederrheinligist gibt vor der Pause den Ton an, lässt es in Hälfte zwei aber gemächlicher angehen.
Hö./Nie. will wieder unbedingten Willen zeigen
Fußball-Niederrheinliga
Der SV Hönnepel/Niedermörmter bestreitet am Pfingstmontag sein letztes Heimspiel in dieser Niederrheinliga-Saison. Gegen Hamborn 07 wollen die Schwarz-Gelben einen weiteren Sieg landen.