Den Favoriten mächtig geärgert
04.08.2010 | 21:59 Uhr 2010-08-04T21:59:00+0200Kalkar. Der SV Hönnepel/Niedermörmter darf sich trotz 1:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen wie ein Sieger fühlen. Gegen die Zweitliga-Mannschaft führen die Schwarz-Gelben sogar sieben Minuten lang.
Ihre Auslaufrunde hatten Daniel Embers und Thomas Schlieter bereits gedreht, doch eine Aufgabe wartete noch auf die Fußballer. Ein paar kleine Fans des SV Hönnepel/Niedermörmter umlagerten die großen Spieler von Rot-Weiß Oberhausen und baten um Autogramme. Schließlich sind diese nicht alle Tage auf dem Dorf zu Gast.
Aber nicht nur die jungen Zuschauer suchten die Nähe der Zweitliga-Profis. Auf dem Rasen ließen die Kicker in den schwarz-gelben Trikots den RWO-Spieler kaum Räume. Sie ärgerten den Favoriten mächtig, und konnten sich trotz einer 1:4 (1:0)-Niederlage wie Sieger fühlen.
Uwe Sokolowski vollendet
Dabei hielten die Gastgeber vor circa 350 Zuschauern sogar sieben Minuten lang eine Führung. Nachdem Oberhausens Ronny König zwei Schüsse in den Fangzaun gejagt (3., 33.) und SV-Torwart Christian Böing glänzend gegen Markus Kaya pariert hatte (8.), schlug Hö./Nie. eiskalt zu: Fabian Wenten spielte einen klugen Pass nach außen, Sebastian Radtke legte von rechts quer, und Uwe Sokolowski vollendete (40.). Für die RWO-Spieler gab es in dieser Situation nur Statistenrollen. Dass die Schwarz-Gelben ansonsten wenig für die Offensive machten, veranlasste den gegnerischen Trainer Hans-Günter Bruns, von einer „armseligen Taktik“ zu reden. Allerdings kehrte er auch vor der eigenen Haustür und monierte die schwache erste Halbzeit.
120 Sekunden nach Wiederanpfiff kam Oberhausen zum Ausgleich: Mike Terranova schob nach Vorlage von Emanuel Krontiris zum Ausgleich ein. In dieser Situation roch es allerdings verdächtig nach Abseits. Die große Wechselphase begann: Bruns schickte Akteure mit Profi-Erfahrung aufs Feld. Sein Pendant Georg Mewes gab einigen Leuten eine Chance, die zuletzt in der Kreisliga aufliefen. „Hätten wir nicht soviel gewechselt, wären es vielleicht noch knapper geworden. Aber wir können mit dem Ergebnis leben“, sagte der SV-Trainer.
Per Stochertor brachte Mario Klinger die Gäste in Führung (71.), dann schlug Krontiris doppelt zu: Zunächst zeigte er mit einem beherztem Antritt und präzisem Abschluss seine Klasse (77.). Zum Schluss setzte er einen Fernschuss in die Maschen (82.).
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