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Der Aufstieg im Hennener Jubiläumsjahr

03.07.2012 | 15:37 Uhr
Der Aufstieg im Hennener Jubiläumsjahr
Die 2. Mannschaft des Sc Hennen feierte den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A.

Iserlohn. 2006 klopfte die Reserve des SC Hennen bereits an die Tür der Kreisliga A. Damals verlor sie allerdings im Entscheidungsspiel der B-Liga-Zweiten mit 1:5 gegen den FC Oese. Passend zum 100jährigen Vereinsjubiläum hat es nun doch geklappt. Das Team um Trainer Kevin Hines schaffte als Meister der Kreisliga B-West den direkten Aufstieg. „Das war ursprünglich gar nicht so geplant. Wir hatten einen Zwei-Jahres-Plan und wollten eigentlich erst in der nächsten Saison den Aufstieg anpeilen. Aber jetzt hat es sich angeboten und wir haben zugegriffen“, so der Trainer.

Zunächst schrieb der VfR Lasbeck eine Erfolgsgeschichte der abgelaufenen Saison, doch in dessen Schatten etablierte sich der SC Hennen schnell als zweite Kraft. Als Schlüsselspiel nennt der Trainer das Duell mit der SG Grüne. „Wir sind mit dem letzten Aufgebot angetreten und haben gewonnen. Da war uns dann klar, dass es eine gute Saison werden könnte“, erinnert sich Hines. Das nächste Ziel war es, bis zur Lasbeck-Partie ungeschlagen zu bleiben, und das gelang den Zebras auch. Beim Showdown gegen den VfR siegte Hennen und übernahm erstmals die Tabellenführung, die lediglich am Spieltag danach noch einmal abgegeben wurde.

Das gerade gegen den Dominator der Hinrunde in der Rückserie die Meisterschaft klar gemacht wurde, bezeichnet Hines als weiteren Höhepunkt. „Da kamen zweihundert Hennener zum Spiel nach Lasbeck, um mit uns zu feiern. Das war einfach toll und das zeichnet diesen Verein aus.“ Daher freut sich der Coach auch auf die weitere Zusammenarbeit.

Erst seit der Winterpause 2011 ist er für das Team verantwortlich und schaffte gleich im ersten Jahr als Trainernovize den Aufstieg. Er hebt das gute Verhältnis von erster und zweiter Mannschaft hervor. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Spieler einer Erstvertretung aus der Landesliga in der B-Liga aushelfen. Aber das zeigt, dass der Verein funktioniert“, so Hines.

Als Basis für den Erfolg nennt er zwei Faktoren. Zum einen gab es große mannschaftliche Geschlossenheit, zum anderen war die Defensive ein Prunkstück. 17 Mal in Folge blieb das Team aus dem Iserlohner Norden ohne Gegentreffer. „Das ist grandios. Dabei haben wir erst im Vorfeld der Saison die Viererkette eingeführt. Dass es so gut klappen würde, damit konnte man nicht unbedingt rechnen“.

Personell kann Kevin Hines in der kommenden Spielzeit fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich Benedikt Szameitat verlässt wegen seines Studiums die Mannschaft. Dafür steht mit Kay Löser aus dem Landesliga-Kader bereits der erste „Neuzugang“ fest. Außerdem will Hines verstärkt Jugendliche aus den eigenen Reihen einbauen. „Daher war der Aufstieg für den Verein enorm wichtig. So kann jungen Spielern eine bessere Perspektive geboten werden“.

von Heiko Cordes

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