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Nicht nur Griffin interessiert sich für Phoenix

21.05.2012 | 18:43 Uhr
Nicht nur Griffin interessiert sich für Phoenix

Hagen. Es war der letzte Akt für die Teams von Phoenix Hagen in einer langen Basketball-Saison. Für „zwei tolle Tage“ bedankte sich Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel bei der Siegerehrung des Top4-Turniers der Nachwuchs-Bundesligen in der Enervie Arena bei den acht Teams. Danach rückt nun wieder die Zusammenstellung der Mannschaften für die Saison 2012/13 in den Fokus. Beim Bundesliga-Team natürlich, aber nach einer starken Saison auch bei den Juniors von Trainer Falk Möller, denen etliche Leistungsträger erhalten bleiben.

Ihr Auftritt hatte auch ehemalige Publikums-Lieblinge zum Ischeland gelockt. Etwa Chase Griffin, mit dem Phoenix 2009 den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte. Zwei Wochen verbringt der US-Aufbauspieler bei seiner Freundin in Deutschland und hält sich in Hagen fit, danach geht es in den Urlaub nach Mallorca. „Ich hatte ein gutes Jahr in Finnland“, sagt der 29-Jährige, mit ToPo Helsinki schied er erst im Playoff-Halbfinale aus. Nach der missratenen Saison zuvor in Gießen habe er dies aber auch benötigt. Mit Phoenix-Coach Ingo Freyer unterhielt Griffin sich angelegentlich. Auch über eine mögliche Rückkehr? „Wir hatten hier drei gute Jahre zusammen“, wollte Griffin eine solche nicht ausschließen, auch Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann bekundete durchaus grundsätzliches Interesse: „Chase ist immer eine Option.“

Offenbar noch intensiver denkt man bei Phoenix über einen anderen Ex-Spieler nach: Zu Mark Dorris von Ligarivale und Abstiegskampf-Konkurrent EnBW Ludwigsburg besteht dem Vernehmen nach konkreter Kontakt. Wie Griffin im Jahr zuvor hatte auch dessen US-Landsmann im letzten Sommer nach einer guten Spielzeit bei Phoenix und Nominierung für das Allstargame die Hagener Offerte abgelehnt, weil er auf einen lukrativeren Vertrag hoffte. Auch Dorris aber landete wieder in der Bundesliga - und konnte in Ludwigsburg seine Leistungen aus der Vorsaison nicht bestätigen. Dorris wäre ein Kandidat für die Guard-Rotation, Wunsch-Spielmacher bleibt weiter Davin White, der ein Angebot aus Hagen vorliegen hat und sich noch in diesem Monat entscheiden soll.

Von den bei den Phoenix Juniors aus Altersgründen ausscheidenden Akteuren ist Fabian Bleck bereits für den Bundesliga-Kader verpflichtet. Daneben hat man vor allem Akteure im Blick, die noch ein Jahr im NBBL-Team spielen können. Mit Leistungsträgern wie Niklas Geske, Moritz Krume, Sören Fritze oder Ruben Dahmen, mit denen die Bundesliga-Trainer im Sommer intensiv arbeiten sollen, hat Juniors-Coach Falk Möller ein stabiles Gerüst für die nächste Spielzeit in der Nachwuchs-Bundesliga. Zumal mit Jonas Grof aus dem JBBL-Team ein U16-Nationalspieler nachrückt. „Da sind viele gute Talente, die sich noch weiterentwickeln werden“, sagt Herkelmann: „Dank der tollen Arbeit bei den Youngsters und in den Hagener Klubs brauchen wir keinen kompletten Neuaufbau.“ Beide Phoenix-Jugendteams, so Herkelmann, hätten eine tolle Saison gespielt. Immerhin scheiterten ja auch Matthias Grothes Youngsters im Viertelfinale nur am späteren deutschen Meister Paderborn.

Axel Gaiser


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