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Dorris düpiert verunsicherte Ludwigsburger

27.12.2012 | 23:11 Uhr
Dorris düpiert verunsicherte Ludwigsburger
Mark Dorris und seine Phoenix-Teamkollegen waren von Ludwigsburg (rechts John Turek) nicht zu stoppen.Foto: Jörg Laube

Ludwigsburg. Ludwigsburg in der Weihnachts-Zeit bleibt für Phoenix Hagen ein attraktives Ziel. Das war schon vor Jahresfrist so, als das Team von Trainer Ingo Freyer dort noch überraschend siegte. Gestern Abend gelang dem heimischen Basketball-Bundesligisten bei den Neckar Riesen Ludwigsburg mit 89:68 (52:36) sogar der bisher höchste Saisonerfolg. Auch weil Mark Dorris an seinem 27. Geburtstag an letztjähriger Wirkungsstätte eine ganz starke Vorstellung ablieferte. „Wir haben ihn auch ein bisschen angestachelt, das hat Wirkung gezeigt“, bekannte Freyer.

Von Beginn an war die Partie geprägt von der Motivation zweier Protagonisten im ersten Duell gegen ihr Ex-Team. Ludwigsburgs Center John Turek gewann nicht nur den Hochball gegen seinen früheren Mannschafts-Kollegen Bernd Kruel, er trug auch maßgeblich zur anfänglichen 12:6-Führung (5. Minute) der Gastgeber bei. Die ersten beiden Punkte an letztjähriger Wirkungsstätte wiederum hatte Mark Dorris erzielt - und er ließ schon bis zur Pausensirene weitere 15 folgen. Nach dem 16:11 (6.) kamen die Gäste, die für den Einsatz von Adam Hess rechtzeitig grünes Licht von der Liga erhalten hatten, bei denen aber neben Björn Schoo auch der fußverletzte Abe Lodwick geschont wurde, schnell wieder ins Spiel.

Und nutzten die nach zuletzt etlichen Niederlagen deutliche Verunsicherung bei den Ludwigsburgern, die gegen bissige Hagener Verteidigung schon in der ersten Hälfte 14 Ballverluste produzierten. Nach dem 23:24 (11.) setzte sich Phoenix zügig ab, profitierte dabei auch von einem unsportlichen Foul von Wayne Bernard, das sechs Punkte in einem Angriff brachte (25:38, 14.). Als Davin White zum 27:45 traf (17.), war der Hagener Vorsprung schon recht komfortabel - er sollte es für den Rest des Spiels bleiben.

Denn auch Turek verteidigten die Gäste nun hervorragend. Nur zum 40:56 (24.) traf der Ex-Phoenix-Center noch, nach einer Auszeit Freyers rückten Dorris per Dreier und Larry Gordon (40:61) die Verhältnisse schnell wieder gerade. Und als die Ludwigsburger im vierten Viertel geschlagene fünf Minuten ohne Korberfolg blieben, war die Entscheidung nach weiteren Dreiern von David Bell und Dorris zum 57:82 (35.) gefallen. Das sah auch der Coach so, nach dem 62:86 durch den defensiv starken Bernd Kruel (37.) durften früh die Youngster Fabian Bleck und Max Kramer aufs Parkett.

„Unsere Guards waren ihren Gegenspielern in allen Belangen überlegen“, hob Geschäftsführer Oliver Herkelmann besonders die „kleinen“ Phoenix-Akteure um Topwerfer Dorris hervor: „Ludwigsburgs Gegenwehr war nicht die allergrößte, was aber auch an unserem starken Auftreten lag.“ Vor allem die Defensive, auswärts bisher nicht immer überzeugend, sei die Basis des Erfolgs gewesen. Herkelmann: „Mannschaftlich haben wir extrem gut verteidigt.“

Spiel gegen Alba Berlin verlegt

Um einen Tag verlegt wurde das Phoenix-Heimspiel gegen Alba Berlin. Es findet nun am 17. März (Sonntag) um 17 Uhr in der Enervie Arena statt, weil die Berliner am 15. März noch in der EuroLeague bei Panathinaikos Athen aktiv sind.

Statistik: Neckar Riesen Ludwigsburg - Phoenix Hagen 68:89 (36:52)

Neckar Riesen Ludwigsburg: Turek (15), Staiger (7), Koch (3), Elliott (5), Taylor (6, 6 Assists), Weber (2, 6 Rebounds), Weaver (4, 6 Ballverluste), Bernard (14), Jackson (12, 2/3 Dreier).

Phoenix Hagen: Bell (10, 2/4 Dreier), Hess (5), Dorris (29, 3/4 Dreier, 6 Steals), Kruel (4), Wendt (5), Gordon (17, 3/3 Dreier, 7 Rebounds), Gregory (2), White (17, 1/6 Dreier, 4 Assists, 4 Steals), Bleck, Kramer.

Spielviertel: 21:21, 15:21, 21:24, 11:13.

Teamstatistik: 43:50 % Wurfquote, 6/13:10/23 Dreier, 14/15:11/17 Freiwürfe, 32:25 Rebounds, 12:14 Assists, 26:13 Ballverluste, 7:16 Ballgewinne, 2:2 Blocks.

Zuschauer: 3200.


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