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Umemura führte TuS zum Auftakt-Erfolg

07.09.2008 | 19:28 Uhr
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DAMEN-BUNDESLIGA. Holsterhausen freute sich über erste Punkte und unerwartete Kulisse.

Es hat sich etwas getan beim TuS Holsterhausen. Sportlich knüpften die Damen des Tischtennis-Bundesligisten nahtlos an die erfolgreiche vergangene Spielzeit an und schlugen beim Saison-Auftakt den Aufsteiger TTC Langweid souverän mit 3:1. Erheblich verbessert haben sich jedoch die Rahmenbedingungen. Ausreichend Sitzgelegenheiten, eine Musikanlage und eine kleine Cafeteria - all das gab es in Holsterhausen bis zuletzt nicht.

Und mit der Professionalität stieg auch das Zuschauer-Interesse. Selbst die deutsche Nationalspielerin Zhenqi Barthel machte große Augen, als fast 150 Menschen in die Halle an der Planckstraße strömten. In der Vorsaison spielte sie teilweise vor weniger als 30 Zuschauern.

"Wir haben es erstmals geschafft, mit unseren Einnahmen die Schiedsrichter zu bezahlen. Vorher mussten wir immer drauflegen", erklärte TuS-Manager Hans-Willi Frohn glücklich.

Besonders freute er sich darüber, der großen Kulisse einen Sieg zu präsentieren. Und daran ließ sein Trio überhaupt keine Zweifel aufkommen. Auch wenn Spitzenspielerin Aya Umemura in ihrem ersten Spiel für den TuS noch etwas nervös wirkte, beherrschte sie ihre Gegnerin Simone Haan nach Belieben. Schon mit ihren Aufschlägen hatte die Luxemburgische Meisterin von 2006 große Probleme. Oft gerieten sie zu lang, so dass Umemura mit ihren platzierten Topspin-Bällen zu direkten Punktgewinnen kam.

Funke sprang auf die Zuschauer über

Anschließend gestattete die erst 16-Jährige Kathrin Mühlbach den Gästen den Ehrenpunkt. Allerdings zeigte die Holsterhauserin bei ihrem Bundesliga-Debüt eine ansprechende Leistung und holte gegen Langweids Nummer eins Liu Yuan immerhin den dritten Satz.

"Man hat ihr großes Potenzial gesehen", so Frohn.

Eine deutliche Angelegenheit war das Einzel von Zhenqi Barthel gegen die ehemalige Jugend-Nationalspielerin Katharina Schneider. "Zhenqi hat ihre Gegnerin beherrscht. Das habe ich aber so erwartet", meinte der Manager.

5:9-Rückstand noch gedreht

Spätestens im Spitzeneinzel zwischen Umemura und Yuan sprang der Funke auch auf die Zuschauer über. Denn die Neu-Essenerin trumpfte groß auf. Selbst im dritten Satz drehte sie einen 5:9-Rückstand noch in einen 11:9-Sieg um. "Ich habe von den Zuschauern gehört, dass allein das letzte Spiel von Aya schon das Eintrittsgeld wert war", strahlte Frohn.

TuS Holsterhausen - TTC Langweid 3:1. Umemura - Haan 11:8, 11:4, 11:7, Mühlbach - Yuan 8:11, 5:11, 11:3, 7:11, Barthel - Schneider 11:5, 11:5, 11:4, Umemura - Yuan 11:5, 11:6, 11:9.

BENEDIKT BURGMER

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