Sportjugend in unbekannten Gefilden
07.06.2010 | 20:26 Uhr 2010-06-07T20:26:00+0200
Essen. Duisburg hat gewonnen, die Mülheimer Sportler durften sich Silber um den Hals hängen. Zeile um Zeile hangelt sich das Auge hinab, erst in ungewöhnlichen Tiefen wird man fündig. Die Sportjugend Essen beendete die Ruhrolympiade auf einem ungewohnten siebten Platz.
„Was zunächst einmal kein schlechtes Ergebnis ist“, wie Geschäftsführer Burkhard Schröder betont.
Aber man ist anderes gewohnt, das gibt auch er unumwunden zu. 2005 gelang der letzte Gesamtsieg, schon 2009 stand man gar nicht mehr auf dem Treppchen, sondern musste sich mit Rang fünf begnügen. „Mit Platz sieben sind wir jetzt in Gefilden, die wir eigentlich gar nicht kennen“, so Burkhard Schröder. Was es zu analysieren gelte. „Schließlich ist es uns nicht egal, wenn wir uns bei Europas größter Jugendsportveranstaltung, wo es nebenbei auch um Förderpreise und -mittel geht, in einem Negativtrend befinden“.
In fünf Sportarten konnte Essen keine Mannschaft stellen, einmal trat man zudem nicht an. „Das macht sich natürlich auch in der Gesamtwertung bemerkbar“, so Burkhard Schröder. Doch auch „auf dem Platz“ lief es schon mal besser. „In einigen Fällen konnte die erste Garnitur nicht mitwirken. Mein Eindruck ist, dass dahinter eine Leistungslücke klafft.“ Ein Eindruck – Gewissheit sollen Gespräche mit den einzelnen Sparten bringen.
Verlass war wieder auf die Essener Wassersportler, Kanuten und Ruderer holten jeweils die volle Punktzahl (18), zudem glänzten auch die Judoka. Für Burkhard Schröder ergibt sich daraus ein Ansatz, auch wenn er betont, weder eine Sportart herausheben, noch mit dem Finger auf andere zeigen zu wollen. „Gleichwohl erscheint es lohnenswert, der Frage nachzugehen, warum vor allem die Wassersportler konstant so erfolgreich sind.“
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