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Für den Fall "Pro A" gibt es "Plan B"

15.01.2008 | 19:13 Uhr

BASKETBALL. Der ETB plant für die nächste Saison zweigleisig. Für den Sportdirektor Markus Horn beginnt die heiße Phase.

Das neue Jahr hat begonnen und damit auch die heiße Phase für Markus Horn. Der Sportliche Leiter der ETB Wohnbau Baskets muss die kommende Basketball-Saison planen und steht dabei vor einem Problem: In welcher Liga werden die Schwarz-Weißen spielen?

Furios starteten die Essener in die Spielzeit in der Zweiten Bundesliga Pro B, das Thema Abstieg war früh vom Tisch. Aber jetzt schickt sich der ETB an, die Klasse doch nicht zu halten und die Liga nach oben hin zu verlassen. "Das ist noch ein weiter Weg", gab sich Horn gegenüber der NRZ zwar betont bodenständig. Aber: "Es ist schon so, dass wir zweigleisig planen."

Auf Tuchfühlung zur Spitze

Die Wohnbau Baskets sind auf Tuchfühlung zur Spitze. Dritter sind die Schwarz-Weißen derzeit, mit etwas mehr Glück könnte man sich die Liga jetzt sogar von ganz oben anschauen. Die unglücklichen Pleiten in Freiburg und München verhinderten dies.

"Allerdings hatten wir auch nicht wirklich großes Pech, dann wären wir jetzt Fünfter oder Sechster und wir müssten uns gar nicht mit solchen Dingen beschäftigen", findet Markus Horn.

Müssen sie jetzt aber doch, die Essener. Plan B, sollte der Fall "Pro A" eintreten. "Im Moment sind wir auf einem Nichtaufstiegsplatz. Also bleiben wir vorsichtig." Plan A gilt also der Pro B.

Weil der Rückrunden-Weg nicht nur lang ist, sondern wohl auch steiler verlaufen wird, als noch in der Hinserie. "Viele Mannschaften, egal aus welchen Tabellenregionen haben sich noch einmal verstärkt oder wollen das noch tun", so Horn. Die Essener tun sich dagegen schwer, diesen Schritt zu tun. "Unser Budget ist ausgeschöpft."

Das Budget ist ausgeschöpft - eigentlich

Eine "perfekte Gelegenheit" würde er aber dennoch versuchen, am Schopfe zu packen. "Das wäre aber keine Lösung für drei Monate, sondern das müsste ein Spieler sein, der zum ETB passt und hier eine Perspektive sucht."

So oder so hat Markus Horn viel zu tun. Mit Ausnahme von Tim Doll laufen alle Verträge mit Saisonende aus. Ziel ist es, die Mannschaft zumindest im Kern zusammenhalten zu können, egal in welcher Liga man dann im Endeffekt spielen wird. Darin ist er sich mit Trainer Igor Krizanovic einig.

Team fühlt sich wohl

Horn ist optimistisch. "Was im Umfeld des ETB hinsichtlich der Betreuung der Spieler passiert, ist sensationell. Das habe ich bislang bei keinem anderen Verein erlebt. Die Jungs fühlen sich wohl, sonst könnten sie nicht so tolle Leistungen abrufen. Und ich hoffe, dass sich das auch in den Verhandlungen niederschlägt." Die Gespräche laufen. Es ist Januar, die heiße Phase hat begonnen.

ACHIM FAUST

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