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Adler verschafften sich Luft

09.03.2008 | 23:10 Uhr

TISCHTENNIS. Nach dem 9:6-Sieg über Altenessen ist der Abstiegskampf noch nicht entschieden. Ruwa hadert mit Niederlage.

Obwohl noch vier Spiele in der Tischtennis-Verbandsliga zu absolvieren sind, steht bereits jetzt fest, dass mit TTV Altenessen und TV Kupferdreh zwei Essener Mannschaften absteigen müssen, denen sich Damen-Oberligist TV Kupferdreh noch zugesellt. Allein Adler Frintrop konnte nach dem letzten Wochenende etwas aufatmen, denn ein äußerst schwer erkämpfter 9:6-Sieg über Altenessen verschaffte etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt, der jedoch noch längst nicht entschieden ist.

Energieleistung von Gerdes

Wie schon in den letzten Begegnungen präsentierten sich die Peters-Schützlinge auch am Frintroper Wasserturm keineswegs wie ein Absteiger. Den ohne Spitzenspieler Lars Häring angetretenen Gastgebern schenkte der Tabellenletzte absolut nichts und kämpfte sich auch nach 1:4- und 3:7-Rückständen immer wieder heran. Letztlich war der Adler-Sieg den Energieleistungen von Ersatzmann Herbert Gerdes (gegen Karsten Richter) und Mannschaftsführer Thomas Löbbert (gegen das junge Talent Paul Freitag) zu danken. Beide gewannen diese fast schon verlorenen Spiele und sicherten damit den ungemein wichtigen doppelten Punktgewinn. Ebenso wie Gerdes gewann auch Martin Bätz beide Einzel, während Andreas Görtz, Thomas Löbbert, Ralf Schwarzhof sowie die Doppel Bätz/Rische und Schwarzhof/Löbbert für die übrigen Frintroper Punkte sorgten. Neben dem an drei Siegen beteiligten Stephan Verhoven waren für die Gäste Christoph Strauch, Paul Freitag und Karsten Richter erfolgreich. Leer gingen dagegen Jan Doré und Alexander Kaßner aus, der wenige Stunden zuvor maßgeblich am 8:5-Sieg des Altenessener Nachwuches im Spitzenspiel der Jungen-Verbandsliga gegen TuS Wickrath beteiligt war.

"Es mag vielleicht komisch klingen, aber ein Zähler wäre durchaus möglich gewesen", kommentierte Klaus Solka die 4:9-Niederlage von Ruwa Dellwig gegen den Spitzenreiter Post SV Oberhausen. Diese Chance wurde durch knapp verlorene Fünfsatzspiele der Doppel Bartels/Siepmann, Göcke/Dobrodolac, Christoph Siepmann und Peter Bernard verpasst.

Somit standen am Ende nur Erfolge des einmal mehr überragenden Kurt Bartels (2) sowie von Christoph Siepmann und Ralf Göcke auf der Habenseite. Mit dem 1:9 gegen den Tabellenzweiten DJK Wattenscheid kassierte TV Kupferdreh bereits die vierte deutliche Schlappe in Folge. Lediglich Mike Peters blieb es vorbehalten, wenigstens den Ehrenpunkt zu holen.

Keinerlei Veränderungen gab es auf den vorderen Plätzen in der Herren-Landesliga. TV Horst-Eiberg konnte durch Christian Alex (2) und Jürgen Hirsch dem Klassenprimus TuS Lintorf im oberen Paarkreuz zwar Paroli bieten, außerdem aber nur noch ein Doppel gewinnen und somit die 4:9-Niederlage nicht verhindern. Standesgemäße Erfolge landete auch das Verfolgerduo, denn MTG Horst gewann bei Union Mülheim II 9:2 und SG Heisingen überzeugte mit einem erneuten 9:1-Kantersieg bei Meiderich 06/95 II.

Dass sich TTV Altenessen II bei TV Ruhrort II mit 9:4 recht deutlich durchsetzen konnte, war jedoch nicht zu erwarten. Der überraschende und in der Höhe schmeichelhafte Sieg ist vor allem Frank Piepenburg und Christian Blöhm zu danken, die ihre zwei Einzel jeweils nach Rückständen mit zwei Bällen Unterschied im Entscheidungssatz gewannen.

Obwohl Verfolger BW Annen einen Ausrutscher knapp vermeiden konnte, benötigt Adler Frintrop in der Damen-Verbandsliga nur noch einen Punkt aus den beiden restlichen Begegnungen zum Titelgewinn. Der eigene 8:3-Erfolg bei TTF Königshof war zu keiner Zeit ernsthaft gefährdet, denn Monika Hußmann und Michaela Hansper gaben sich keine Blöße.

Aus dem erwarteten Essener Dreifacherfolg wurde jedoch nichts, denn ohne Susanne Krämer und trotz sechs Siege der starken Zander-Schwestern kam SG Steele bei TS Krefeld über ein 7:7 nicht hinaus. Weiter in einer Krise steckt DJK Vogelheim. Beim DSC Kaiserberg geriet man schnell mit 0:6 in einen nicht mehr aufzuholenden Rückstand, ehe Brigitte Gans und Melanie Langer die 2:8-Schlappe wenigstens noch etwas abmildern konnte. (Winfried Stöckmann)



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