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Dem Favoriten ein Bein gestellt

29.11.2009 | 19:10 Uhr
Dem Favoriten ein Bein gestellt

SV Vrasselt - SV Grieth 1:1. Gäste hatten mehr vom Spiel, aber Brouwer-Elf insgesamt mit den besseren Chancen.

Die grandiose kämpferische Leistung des SV Vrasselt wurde mit einem Punkt belohnt. Gegen den SV Grieth hieß es nach 90 Minuten Tempo-Fußball 1:1 (1:0). „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis”, meinte dann auch SVV-Spielertrainer Sascha Brouwer. „Gerade auch wenn man sieht, dass bei uns ja doch einige wichtige Leute gefehlt haben.”

Zwar hatten die Gäste die deutlich höheren Spielanteile. Wirkliche Gefahr für das von Andre´ Barth gehütete Tor kam allerdings nur sehr selten auf. Im Endeffekt hatte der SVV die klareren und besseren Gelegenheiten.

Der erste Aufreger auf dem Aschenplatz geschah bereits nach acht Minuten. Rund 20 Meter vor dem Tor kam es zur Kolision zwischen Sebastian Derksen und dem Griether Torhüter Danny Hartung, der recht unmotiviert aus dem Kasten herauskam. Die Kopfballbogenlampe wurde dann von Thomas Ridder von der Linie gekratzt.

Jeremias Geurtsen mit Freistoß-Treffer

Unstrittig war allerdings das klare Foul des Torhüters, der von Schiedsrichter Ismail Girgin – obwohl er letzter Mann war – nur die Gelbe Karte sah. Der Ärger beim Heimteam verrauchte aber schnell. Den anschließenden Freistoß setzte Jeremias Geurtsen mit einer wunderbaren Schusstechnik über die Mauer in die Maschen zur frühen Vrasselter Führung (10.).

Nach dem Treffer übernahm die Mannschaft von Franz-Josef Tenhagen die Oberhand, fand aber keine Mittel, die Defensive der Hausherren zu knacken. Vor allem Rob van Niersen zeigte eine tadellose Leeistung in der Viererkette. So blieb es bei einer Doppelchance in der 31. Minute für Grieth. Barth wehrte nacheinander die Schüsse von Ridder und Joey Massop ab.

Nach dem Seitenwechsel wurde bei Grieth der Torwart gewechselt. Sven Scholten ersetzte Hartung, der aufgrund des Zusammenstoßes mit Derksen nicht mehr weiter machen konnte. In dieser Phase lag der Ausgleich in der Luft, weil die Truppe von der linken Rheinseite mit viel Dampf aus der Kabine gekommen war. Einen Schuss von Tobias Thissen wehrte Barth mit einem Reflex ab (57.). Zwei Minuten später war der SVV-Keeper jedoch machtlos. Pascal Seitz egalisierte nach einer Ecke.

Yanick Reinen hatte den Sieg auf dem Fuß

Bereist in der ersten Hälfte musste Brouwer wechseln, weil Tuncay Nokta sich verletzt hatte. Für ihn kam Yanick Reinen aufs Feld. Der etatmäßige A-Jugendspieler bewies, dass er eine gute Alternative ist. In der 64. Minute strich ein Weitschuss nur hauchdünn am Pfostenn vorbei. Acht Minuten vor dem Ende hätte der Youngster zum Mann des Tages werden können. Nach einem katastrophalen Schnitzer von Dirk van Bonn lief Reinen allein aufs gegnerische Tor zu. An seinen starken Flachschuss bekam Scholten gerade noch die Finger dran (82.). „Kein Vorwurf an Yanick, den hätte ein 30-Jähriger auch nicht unbedingt gemacht”, so Brouwer.

Zwar sorgten die Vrasselter nur noch für wenig Entlastung, aber wenn es schnell in die Spitze ging, wurde es auch brandgefährlich. So hatte Pascal Kösters in der 90. Minute noch eine Gelegenheit und erneut Reinen scheiterte schon in der Nachspielzeit mit einem herrlichen Drehschuss am Keeper.

Dass die Partie auf des Messersschneide stand, belegt die letzte Chance des Spiels, die an den SV Grieth ging. Ein Schuss im Strafraum von Massop ging knapp neben den Pfosten. Dass die Vrasselter selbstredend besser mit der Punkteteilung leben konnten, bewies der Jubel nach dem Abpfiff.

Torsten Tenbörg



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