Schönheiten in Holz
03.07.2011 | 20:07 Uhr 2011-07-03T20:07:00+0200
Duisburg.Die Duisburger Segeltage lockten wieder viele Besucher an – zur Freude der ausrichtenden Vereine.
Klaus Lindemann schaut aufs Wasser. Seine Gedanken steigen ins Boot. Und er lächelt. „Das sind echte Schönheiten“, sagt er leicht verträumt. „Das lässt die Herzen der Segler höher schlagen“, erfreut sich der 2. Vorsitzende des Duisburger Segel-Clubs am Anblick der alten Holzboote, die im Rahmen der Duisburger Segeltage zur Classcis Regatta an den Start gingen. Ein optisches Highlight. Boote aus Holz, die zudem mindestens 25 Jahre alt sein mussten. „Einige der Boote“, zeigt Lindemann aufs Wasser des Masurensees, „stammen sogar aus den Fünfzigern.“
Nicht nur beim DSC, auch die Verantwortlichen der anderen beiden organisierenden Vereine – der Duisburger Yacht-Club und der Duisburger Kanu- und Segelclub – waren angetan vom Zuspruch von „Duisburg segelt“. „Unser Boot für das Schnuppersegeln war dauernd auf dem Wasser“, berichtet der DSC-Vorsitzende Wolfgang Wuttke. Sein Amtskollege vom DUYC, Martin Beck, konnte sogar noch einen draufsetzen: „Die Leute mussten wirklich warten. Wir hatten eher zu wenige, als zu viele Boote im Wasser.“
Reges Interesse
So konnten sich die Vereine über reges Interesse und vielleicht sogar wieder über neue Mitglieder freuen. Reiner Brockerhoff, selbst Fachschaftsleiter Segeln im Stadtsportbund und frisch gebackener „Meister der Stadtmeister“, überschlug kurz die Zahlen: „Mit allen Vereinen rechts- wie linksrheinisch kommen wir auf 2000 Mitglieder.“
Mitten auf dem Wasser erklärte Nina Helmrich, die den Nachwuchs beim DUYC trainiert, worauf es beim Segeln ankommt – nicht ohne selbst bei der Classics Regatta ins Schwärmen zu geraten. „Das ist schon ein tolles Boot“, sagte sie als ein Flying Dutchman elegant vorbeischoss. „Die sind einfach richtig schnell.“
Sie konnte Eltern die Sorgen nehmen, schließlich gehen bei den „Optis“, also in der Optimisten-Klasse, schon Sechs- bis Zehnjährige ans Segel. Helmrich: „Nur Kinder, die das Seepferdchen haben, dürfen segeln. Dazu tragen sie Schwimmwesten, es sind viele Boote zur Begleitung im Wasser und wir geben denen, die weiter hinten im Feld sind, immer Tipps.“. Die Kooperation der Vereine ist nicht nur bei „Duisburg segelt“ gut. „Wir trainieren samstags mit den Kindern beim DUYC. Kinder der anderen Vereine können dazukommen.“
Viel zu lernen gibt es. Zum Beispiel die Vorfahrtsregeln. Eine heißt: Segel auf Backbord vor Segel auf Steuerbord. Und wenn das keinen Unterschied bringt: Lee vor Luv, die Windrichtung spielt dann also eine große Rolle.
Ein großer Spaß war die Masurenrallye, bei der die Teilnehmer Aufgaben lösen mussten. Knoten beispielsweise. Neben den vielen „echten“ Regatten sorgte ein Modellbootwettrennen ebenfalls für Unterhaltung.
Und der Wind, der war auch noch gut.
INFO:
Die jeweils ersten drei Boote der Regatten bei „Duisburg segelt“.
Blaues Band; Austragungsort: DKSC: 1. Christoph und Gabi Büren (DKSC), Boot: Yngling; 2. Melanie Frings (DKSC), Boot: Laser Radial; 2. Dieter Preussig (DSC), Boot: Monas.
Meisterschaft der Stadtmeister; Austragungsort: DUYC: 1. Reiner und Gabriele Brockerhoff (DUYC), Stadtmeister FD; 2. Kai Kemmling (DSC) und Stefan Mauer (DUYC), Stadtmeister Laser Standard; 3. Sebastian Konrad und Stefan Brambosch (beide WSVRh), Stadtmeister 470er.
Firmen-Cup; Austragungsort: DUYC: 1. Gregor Müller und Chris Börgermann (LN-C GmbH), 2. Bernd Kasten und Michael Kapauen (Duisburg Marketing GmbH), 3. Jens-Peter und Christoph Heymann (Apple Re: Store).
Opti-C-Cup; Austragungsort: DSC: 1. Xuan Offergeld, 2. Linn Weizel, 3. Ole Weizel (alle DUYC).
Classics: 1. Kai Kemmling (DSC), Boot: Finn Dinghy; 2. Hans Koch (DSC), Boot: Finn Dinghy, 3. Peter und Nicolas Büren (DUYC), Boot: Flying Dutchman.
Die erste Nennung ist immer der Steuermann, dann der Vorschoter.
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