Ins Netz gegangen
08.09.2011 | 21:32 Uhr 2011-09-08T21:32:02+0200Duisburg.Wer in der Internet-Suchmaschine Google die Abkürzung OSC eingibt, bekommt schon als dritten Treffer einen Wikipedia-Eintrag serviert. Allerdings geht es dort nicht um den Olympischen Sportclub aus Rheinhausen, sondern um den Begriff „Open Sound Control“. Unbefriedigend aus Sicht eines der größten Duisburger Sportvereine.
Der ist zwar schon lange mit einem Artikel in der populären Netz-Enzyklopädie vertreten, aber dessen Niveau fiel doch bislang sehr mäßig aus – und zog entsprechend wenig Interesse auf sich. Vor einigen Monaten machte sich eine Projektgruppe auf der OSC-Geschäftsstelle daran, an diesem Zustand etwas zu ändern. Das Ergebnis (zu finden unter de.wikipedia.org/OSC 04 Rheinhausen) kann sich sehen lassen.
Entstanden ist die Idee bei einem Treffen der Vereine aus dem Duisburger Westen. OSC-Chef Jürgen Keusemann sprach von seiner Idee, seinen Klub stärker im Bereich der „sozialen Medien“ aufzustellen. Twitter, Facebook – allesamt Möglichkeiten, neue Publikumsschichten anzusprechen. Zusammen mit dem Panorama Computer Club Rheinhausen wurde dann das Projekt Wikipedia angegangen. Michael Ziwkovic und Stefan Schroers, Gemeinwohlarbeiter auf der Geschäftsstelle, und Praktikantin Nazli Balci sorgten durch Gespräche mit den einzelnen Abteilungen für die redaktionellen Inhalte; Torsten Schlabach und Reinhold Kiebart vom Computer Club vermittelten ihnen das notwendige Know-How.
Das schreibende Trio merkte schnell: Es ist nicht ganz so einfach, in der „freien Enzyklopädie“ einen Eintrag zu positionieren. „Das bedarf schon einer gewissen Eingewöhnung, nicht zuletzt, was die Technik angeht. Für den Laien ist das schwierig“, so Michael Ziwkovic. Auch die Selbstkontrolle des Wikipedia-Systems bekamen sie zu spüren, als die Formulierungen mal nicht so wertneutral ausfielen, wie sich das die dortigen Mitarbeiter wünschen. Doch die positiven Erfahrungen überwiegen: Durch Betreuung von erfahrenen Benutzern, das sogenannte „Mentorenprogramm“ gewannen die OSC-Autoren schnell an Sicherheit – und der Artikel wuchs beständig bis zu seinem heutigen Maß, das mit jenem vergleichbarer Vereine in der Wikipedia locker mithalten kann.
Die Basis ist ist damit geschaffen – nach dem Plan von Jürgen Keusemann soll es nun aber weitergehen. Auch auf Facebook, längst die beliebteste soziale Plattform im Internet, soll der OSC einen runderneuerten Auftritt erhalten. Auch hier soll der Umsetzung wieder eine genaue Planung vorausgehen, denn Jürgen Keusemann weiß: „Ohne Inhalte ist das alles uninteressant.“
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Italienische Wikipedia wehrt sich gegen staatliche Überwachung (04.10.2011)
https://it.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Comunicato_4_ottobre_2011