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Fehlstart in die Finalserie

30.05.2012 | 22:30 Uhr
Fehlstart in die Finalserie
Jan Obschernikat (links) und seine Teamkollegen vom ASC Duisburg mussten gegen Spandau eine deutliche Niederlage hinnehmen. Foto: Tanja Pickartz

Zum Auftakt der Best-of-five-Serie um die Deutsche Meisterschaft unterlag der ASC Duisburg vor heimischem Publikum Titelverteidiger Wasserfreunde Spandau 04 mit 7:13

ASC Duisburg –
Spandau 047:13

Viertel: 0:5, 3:3, 3:3, 1:2
Tore: Obschernikat (2), Kreuzmann, Theis, Schüler, Zilken.

Die Partie hatte kaum begonnen, da stand ihr Ausgang bereits so gut wie fest. Mit 0:5 lagen die Wasserballer des ASC Duisburg im ersten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen die Wasserfreunde Spandau 04 nach dem ersten Viertel hinten, 7:13 (0:5, 3:3, 3:3, 1:2) hieß es am Ende.

Vor allem der Ausfall des erkrankten Julian Real schmerzte. Der Nationalspieler fehlte an allen Ecken und Enden. Doch nicht nur der sportliche Verlust wog schwer, auch das Selbstvertrauen schien den Duisburgern mit dem Verlust des Centerverteidigers abhanden gekommen zu sein. Und so hagelte es in den ersten zehn Minuten dann auch Gegentore am Fließband. Von einer ausgeglichenen Partie, wie zuletzt noch im Pokalfinale, schienen die Amateure meilenweit entfernt. Beim Stand von 0:7 (10. Minute) drohte die Auftaktpartie der Best-of-five-Serie gar zu einem Debakel zu werden. „Da waren alle am Anfang vielleicht verunsichert. Ich weiß es auch nicht“, konnte sich Trainer Arno Troost den Fehlstart nicht recht erklären.

Chancen nicht genutzt

Mit dem ersten Treffer der Hausherren durch Kapitän Tobias Kreuzmann zum 1:7 lief es aber plötzlich besser. Bis auf 6:9 kamen die Amateure heran, hatten dann in Überzahl sogar die Möglichkeit, weiter zu verkürzen. Doch stattdessen nutzten die Berliner Gäste einen durch Torhüter Tim-Ole Fischer verursachten Fünf-Meter, um den Vorsprung auf vier Treffer zu vergrößern. „Durch eine dumme Aktion bekommen wir das 6:10, statt selbst das 7:9 zu machen. Dann hätte es sicher noch einmal Klick in den Köpfen gemacht“, ärgerte sich Troost nicht nur über den Fehler seines diesmal nicht ganz sicheren Schlussmanns. „So gingen eben wieder die Big Points an Spandau“, schüttelte der ASCD-Coach enttäuscht den Kopf.

Schwer wog zudem die dürftige Chancenverwertung. Nur drei (!) ihrer insgesamt 17 Überzahlsituationen konnten die Duisburger zu Toren nutzen. Für zwei Treffer brauchte es gar eine doppelte Hinausstellung gegen die Wasserfreunde Spandau, die ihrerseits nur acht Mal in Überzahl spielen konnten. Troost: „Wenn man diese Statistik sieht, dann dürfte jedem klar sein: Wir hatten es selbst in der Hand.“

Sandra Goldmann



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