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Duisburg kann’s am besten

01.06.2012 | 18:42 Uhr
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Duisburg kann’s am besten
Sie freuen sich auf die Ruhrolympiade: (von rechts) Ruderer Florian Faber, Bürgermeister Benno Lensdorf, der SSB-Vorsitzende Franz Hering, Sportjugend-Vorsitzende Bettina Winnig und Florian Fabers Trainerin Anne Wagner. (Foto: Hayrettin Özcan)

Duisburg.  Von Mittwoch bis Sonntag tummeln sich die Nachwuchsathleten rund um den Sportpark Wedau. Neustart mit erweitertem Rahmenprogramm für die Besucher.

Das bunte Rahmenprogramm? Florian Faber zuckt mit den Achseln. „Ich fahre einfach mein Rennen“, sagt der 14-Jährige vom Duisburger Ruderverein. Was abseits der Regattabahn abläuft – sei es die abendliche Plazaparty mit 1Live-DJ Jan-Christian Zeller oder der Auftritt von X-Factor-Sieger David Pfeffer –, interessiert ihn nur am Rande. „Wie bei anderen Regatten einfach drauf los rudern“ will er – und das, obwohl der Rahmen eben kein ganz gewöhnlicher ist. Florian geht am kommenden Donnerstag bei den Ruderwettkämpfen der Ruhrolympiade an den Start, die erneut in Duisburg stattfindet. Mit einer Neuausrichtung sowohl inhaltlicher Natur als auch, was das Begleitprogramm angeht, wollen die Veranstalter dem traditionsreichen Treffen der Nachwuchsportler aus dem Ruhrgebiet neues Leben einhauchen.

Gute Voraussetzungen

Zwei Jahre ist es her, dass die letzte Auflage der Ruhrolympiade zur Austragung kam – damals ebenfalls in Duisburg, wobei der Gastgeber sich sogar erstmals den Sieg sichern konnte. Das ist aber nicht der Grund dafür, dass es beim gleichen Standort bleibt. „Die Voraussetzungen für eine solche Veranstaltung, die sich durch den Neustart auch erst einmal finden muss, sind in Duisburg sehr gut“, betont Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr und Vorsitzende des Trägervereins Ruhrolympiade. Franz Hering, Chef des Stadtsportbundes, bringt es schmunzelnd auf einen kürzeren Nenner: „Wir können es einfach am besten.“ Das haben die Fachschaften, die Vereine und auch das begeisterungsfähige Publikum in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Für Duisburg spricht üblicherweise auch der Vorteil der kurzen Wege. Geiß-Netthöfel fügt an: „Ich glaube nicht, dass sich dieses Konzept beispielsweise auf einen Kreis transformieren ließe.“

Was ist nun so neu an dieser Ruhrolympiade? Zunächst einmal wurden Programm und Teilnehmerzahl zusammengestrichen. Die Disziplinen konzentrieren sich auf jene, die auch bei den Olympischen Spielen der Jugend angeboten werden. Folglich flogen Billard, Schach und Sportkegeln raus – ebenso Beachvolleyball, das aber künftig bei Jugend-Olympia dabei ist. In der Teilnehmerliste fehlen Aachen, Düsseldorf und der Kreis Neuss, die zuletzt als Gäste vom Rhein dabei waren.

Herausgehoben werden soll der Ereignischarakter. Als einen Höhepunkt erhoffen sich die Veranstalter die allabendliche Medaillenzeremonie auf der Ruhrolympiade-Plaza im Sportpark, bei der die Nachwuchssportler im Mittelpunkt stehen sollen. Aber auch die Zuschauer sollen stärker eingebunden und unterhalten werden, denn für sie kann – im Gegensatz zu Florian Faber und seinen Mitstreitern – der Sport nicht alles sein. So gibt es auf der Plaza jeden Tag von Mittwoch bis Sonntag eine Reihe von Mitmachaktionen. Budo, Boule, Tischtennis, Streetbasketball und vieles mehr wird für die Besucher angeboten. Weitere Höhepunkte sind das „Fest der Religionen“ am Donnerstag (16.45 Uhr), später am Tag die Plaza-Party mit Jan-Christian Zeller (ab 19 Uhr) sowie am Sonntag der Auftritt der Duisburger Pop-Hoffnung David Pfeffer (19.30 Uhr).

Falls das neue Konzept mit mehr unterhaltenden Elementen ankommt, dürfte dies auch eine gute Basis für das nächste geplante Groß-Event sein: die Ruhr Games. Diese hat der Regionalverband Ruhr für 2015 ins Auge gefasst; dann sollen auch die internationalen Partnerstädte der teilnehmenden Städte und Kreise mitmachen. Naturgemäß ist noch offen, wo sich der sportliche Nachwuchs dann tummeln wird, aber dass Duisburg mit seinen bekannten Qualitäten einmal mehr erster Anwärter sein dürfte, liegt auf der Hand.

Florian Faber könnte dann, 17 Jahre alt, wieder dabei sein. Vermutlich wird er, dessen großes Vorbild Duisburgs ehemalige Sportlerin des Jahres Lena Müller ist, dann auch wieder nur ein Ziel haben: „Am liebsten will ich Erster werden.“

Laura Rentmeister und Thomas Kristaniak

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