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Der Extraschliff unter der Sonne Kaliforniens

23.07.2012 | 18:13 Uhr
Der Extraschliff unter der Sonne Kaliforniens
Die drei Eishockey-Torhüter des EV Duisburg Felix Bick, Björn Linda und Etienne Renkewitz (von links) nahmen an einem Camp der Jamie Storr Goalie School in Los Angeles teil.

Duisburg. Die drei EVD-Torhüter Björn Linda, Felix Bick und Etienne Renkewitz absolvierten ein Trainingscamp in Los Angeles.

Björn Linda nimmt es mit Humor. „Es wäre wohl schlauer gewesen, die Ausrüstung per Luftfracht aufzugeben.“ Stattdessen haben der letztjährige Stammtorhüter des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg und die anderen beiden Füchse-Goalies, Felix Bick und Etienne Renkewitz, ihre nicht ganz leichte „Schutzkleidung“ als normales Gepäck mitgenommen. Und da die Reise der drei Goalies nach Los Angeles ging, hatten sie viel zu schleppen.

Viel attraktiver kann ein Reiseziel für einen Eishockeyspieler dieser Tage kaum sein. Denn in L.A. lockt nicht nur die Sonne Kaliforniens, sondern mit den Los Angeles Kings auch der aktuelle Stanley-Cup-Sieger, also der Meister der nordamerikanischen Profiliga NHL. Für Linda, Bick und Renkewitz war allerdings die „Jamie Storr Goalie School“ der Grund ihres Besuchs. Eine Woche lang holten sich die drei EVD-Torhüter im Trainingscamps des früheren Düsseldorfer Keepers den Extraschliff für die kommende Saison.

„Das hat sich wieder gelohnt“, berichtet Linda, der nun schon zum zweiten Mal dabei war. „Wir waren jeden Tag von 8 bis 14 Uhr in der Eishalle. Darunter waren zwei Stunden Eistraining, dann noch Ausdauer und Videoanalysen. Es ist gut, sich selbst zu sehen und Tipps zu bekommen, was man noch besser machen kann“, so Linda. Dabei hatte schon die Anreise einiges von Konditionstraining. Mit dem Zug nach Frankfurt, mit dem Flieger nach Charlotte, mit dem Anschlussflug nach Los Angeles. „Und jedes Mal mussten wir mit der Torhüterausrüstung durch den Zoll“, berichtet Linda. „Das waren 20 Stunden hin und 20 Stunden wieder zurück.“

Neben dem Eis gab es aber auch einiges zu entdecken. „Im Hotel haben wir uns erstmal entspannt. Wir kannten vom Camp von vor zwei Jahren noch Eddy und Brian, zwei Torhüter aus der Gegend dort. Die beiden haben uns abseits der Touristengegend rumgeführt“, so Linda. „Felix war ohnehin von L.A. überwältigt. Wir kannten das ja schon. Aber das Baseball-Spiel der Dodgers oder der Besuch in Santa Monica haben auch Eddy Renkewitz und mich beeindruckt.“

„Das Training dort ist einfach klasse“, sagt auch Renkewitz. „Vor allem die mentalen Tipps, die uns Jamie Storr geben konnte, sind sehr hilfreich. Und im Training geht er auf den Stil jeden Torhüters ein.“ Das sieht auch Felix Bick so: „Ich war wirklich begeistert. Vom Training und von der Stadt. Das ist wirklich etwas ganz anderes als hier in Deutschland.“ Der Programm hat sich von Tag zu Tag gesteigert. „Los ging es mit den Basics. Dann wurden die Übungen mehr und mehr an realistische Spielsituationen angepasst.“ Diese Situationen soll Bick in der neuen Saison öfter erleben als in der abgelaufenen Spielzeit. Und mehrere talentierte Torhüter zu haben, ist nun wahrlich nicht das schlechteste für ein Eishockeyteam.

Friedhelm Thelen



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