„Wer sich nicht kennt, spricht nicht miteinander“
13.04.2010 | 18:30 Uhr 2010-04-13T18:30:00+0200Düsseldorf. DFB-Präsident Theo Zwanziger warb bei DJK TuSA 06/08 für eine Kooperation von Sportvereinen und Schulen.
104 Jahre hat DJK TuSA 06 darauf gewartet, dass ein DFB-Präsident den Verein besucht. In dieser Woche war es so weit. Der ehemalige Düsseldorfer Fußball-Torwart Stefan Wiedon hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger, Sportausschuss-Mitglieder und Vereinsvertreter ins TuSA-Klubhaus eingeladen. Der DFB-Boss kam. Und hielt ohne schriftliche Notizen ein rund 90-minütiges Referat über „Aufgaben und Bedeutung der Sportvereine in unserer heutigen Gesellschaft“. Und stand hinterher den Vereinsvertretern noch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Grundtenor des Zwanziger-Vortrages war die Aufforderung an Klubs, Schulen und Kommunen, angesichts der immer größeren Anzahl von Ganztagsschulen aufeinander zuzugehen, um die durch die neue Schulform für alle Seiten auftretenden Probleme ge-meinsam zu lösen. „Vereine dürfen sich nicht als Feinde der Ganztagsschule begreifen. Man kann nur wechselseitig gewinnen. Wer sich nicht kennt, spricht nicht miteinander“ sagte der oberste DFB-Fußballer, „und löst kein Problem. Kooperation muss vor Ort geschehen. Auch ein Verein sollte Fachkräfte in die Schule geben“.
Zwanziger verriet, dass er ein Anhänger von Mehrspartenvereinen ist. „Weil die am ehesten durch ein breites Angebot der professionellen Fitness-Wellness-Konkurrenz Paroli bieten können.“
Als Karl-Heinz Kilp (Schwarz-Weiß) den DFB-Chef auf das im EU-Fokus stehende deutsche Vereinsrecht ansprach, blieb Zwanziger gelassen: „Wir sind als DFB in Brüssel vertreten und gehen offensiv damit um. Wir setzen uns mit dem DOSB für sportfreundlichere Gesetze ein.“
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