Tritte, Schläge und eine Pleite
04.07.2010 | 18:30 Uhr 2010-07-04T18:30:00+0200Düsseldorf. Nach dem 21:47 in Mönchengladbach müssen die Panther auf Patzer der Mavericks hoffen, denn der Aufstieg ist aus eigener Kraft nicht mehr zu realisieren.
Die Aufstiegsträume der Football-Panther sind fast schon ausgeträumt! Nach der 21:47 (0:7, 6:13, 7:13, 8:14)-Niederlage am Samstagabend vor rund 2000 Zuschauern im Mönchengladbacher Hockeypark bei den Mavericks kann das Team von Cheftrainer Martin Hanselmann nicht mehr aus eigener Kraft den ersten Platz der 2. Bundesliga Nord erreichen. Die Gastgeber übernahmen die Tabellenspitze von den „Raubkatzen“ und haben mit neun Partien sogar noch eine weniger absolviert. Überschattet wurde das Spiel von einer katastrophalen Schiedsrichterleistung – unter der eher die Gäste als die Mavericks zu leiden hatten.
Wir kamen gar nicht in unseren Rhythmus, weil wir ständig Strafen bekommen haben. So kann man kein Spiel gewinnen“, ärgerte sich ein enttäuschter Hanselmann. Am Ende der Partie hatten die Unparteiischen 40 Fouls gepfiffen. Knapp zwei Drittel davon gegen die Panther.
Drei Spielzüge brauchte der hochmotivierte Mavericks-Express zum ersten Touchdown. Christoph Würz fing knapp hinter der Mittellinie einen Pass von seinem Spielmacher Colin Clancy und rannte an der Seitenlinie entlang zu den ersten Punkten.
Kurz danach wurde es noch schlimmer für die Panther: Verteidiger Sebastian Schönbroich wurde nach einem angeblichen Tritt gegen einen Gegenspieler des Feldes verwiesen. Schönbroich beteuerte seine Unschuld: „Ich hatte mit der Szene gar nichts zu tun. Der Schiedsrichter muss sich mit der Trikotummer geirrt haben.“
Erst beim Stand von 17:0 für die Hausherren jubelten auch die rund 1000 mitgereisten Gästefans. Niklas Römer fing einen Pass von Spielmacher Robert Demers in der Endzone zum 6:17. Doch wenige Sekunden verbleibender Zeit in der ersten Hälfte reichten den Gladbachern, um per Feldtor auf 20:6 zu erhöhen.
Nach dem Pausentee hatten sich die Panther viel vorgenommen und ihr Spielsystem angepasst. Was zuerst gut gelang – aber an der 20 Yard Linie mit einem Ballverlust von Ballträger Steve Coles endete. Danach drehten die Mavericks wieder auf.
Beim Stand von 33:13 für die Hausherren passierte dann das Unfassbare. Zwei Faustschläge des Mavericks-Amerikaner McCardle gegen seinen am Boden liegenden Gegenspieler Alex Borgs wurden von den Schiedsrichtern nicht geahndet. Was Hanselmann an der Seitenlinie auf die Palme brachte: „Ich habe den Schiedsrichter gefragt, ob er nicht merken würde, dass er das Spiel zerpfeift“.
Die Folge: Für diesen harmlosen Satz musste der Trainer den Innenraum verlassen und sich zu den rund 1000 aufgebrachten Gästefans setzen. Spielentscheidend war dies aber nicht mehr.
Punkte für die Panther: Niklas Römer (6), Robert Demers (6), Dominik Dross (6), Yannik Baumgärtner (2) und Markus de Haer (1).
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