Sturmspitze Miguel Lopez-Torres traf für Turu
28.02.2010 | 21:32 Uhr 2010-02-28T21:32:00+0100Solingen/Düsseldorf. Der neue Spitzenreiter spielte beim Schlusslicht Union Solingen schwach, aber erfolgreich.
Selbst eine ganz schwache Vorstellung reichte der Oberbilker Turu, um bei der kaum landesligareifen Niederrheinliga-Elf von Schlusslicht Union Solingen vor 300 Zuschauern 1:0 (0:0) zu gewinnen und wieder die Tabellenführung zu übernehmen.
Gäste-Trainer Frank Zilles vertraute seiner Taktik-Variante mit nur einer Sturmspitze auch bei den nun seit 19 Spielen sieglosen Bergischen. Und versetzte die Zuhörer nach der Partie in Staunen. „Union war der erwartet schwere Gegner,” meinte der in der Vorsaison noch in Solingen tätige Oberbilker Coach, „aber wir haben verdient gewonnen. Die äußeren Bedingungen waren nicht optimal, aber das haben wir angenommen. Wir haben versucht, Druck zu erzeugen, sind aber nicht gelassen genug an die Aufgabe herangegangen.”
Treffender als die Aussage, dass Union der erwartet schwere Gegner gewesen sei, waren zwei andere Zilles-Feststellungen. „Hauptsache, wir haben die drei Punkte imSack,” atmete er nach dem Schlusspfiff auf. Und kritisierte den schwach pfeifenden Fußball-Schiedsrichter Marco Tödt (DJK Twisteden): „Herr Tödt hat viel zu viel laufen lassen”.
Das Siegtor war eine der wenigen gelungenen Aktionen der Gäste. Fatih Duran war im linken Mittelfeld ein Seitenwechsel auf den zur Pause für Sebastian Schweers eingewechselten Reduan Yotla gelungen. Yotla spielte den Ball in den Lauf von Miguel Lopez-Torres und der blieb vor dem Solinger Tor eiskalt. Aus zwölf Metern traf er zum 1:0 der Turu ins Union-Tor (55.).
Weitere Chancen vergaben die teilweise unkonzentriert wirkenden Gäste, die mit der überaus robusten Gangart der Bergischen ihre Mühe hatten.
Pech für Turu, als Daniel Rey-Alonso (67.) das vermeintliche 2:0 aus elf Metern gelungen war. Schiri Tödt hatte zu aller Verwunderung eine Abseitsstellung des Schützen ausgemacht und gab das Tor nicht. Weitere Möglichkeiten hatte Turu durch Markus Weiß, dessen Kopfball nach einem Freistoß von Hassan Ramadani das Tor ebenso verfehlte (74.) wie der Schlenzer von Lopez-Torres (80.).
Negative Höhepunkte der Partie waren zwei Gelb-Rote Karten. Die erste sah Solingens Patrick Hermann (60.) nach wiederholtem Foulspiel an Ramadani, die zweite Stephan Bork (Turu), weil er den folgenden Freistoß ohne Freigabe des Unparteiischen ausführte.
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