Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Leichtathletik

So genau wurde nicht mitgezählt

23.04.2009 | 19:35 Uhr
So genau wurde nicht mitgezählt

Der Düsseldorfer Brückenlauf fand bereits mehr als nur 17-mal statt. Am Sonntag treffen sich 3500 Starter am Burgplatz.

Der 17. Brückenlauf, den der Polizei Sportverein Borussia am Sonntag ab 10 Uhr auf dem Burgplatz organisiert, ist nicht wirklich das 17. Laufevent über Düsseldorfs Rheinbrücken. Angefangen hatten nämlich die Brückenläufe in Düsseldorf schon zu Beginn der 80-er Jahre.

Info
Leichtathleten können nicht genug kriegen

An diesem Wochenende finden gleich vier Veranstaltung in drei Tagen statt.

Wer sich die Starttermine für die Leichtathleten an diesem Wochenende anschaut, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Athleten zum Saisonauftakt nicht genug kriegen können. Bereits am Freitag geht es ab 16.30 Uhr in Hassels (Bezirkssportanlage Am Wald 130) mit dem 10. Werfertag los.

Am Samstag finden in Bad Neuenahr die Westdeutschen Meisterschaften auf den Langstrecken statt, wo aus Düsseldorf nur vier ältere Damen des ART und ASC (Renate Bröer, Monika Müller, Helga Mankel, Cornelia Fiege) über 5000 m in ihren Altersklassen ab W 40 laufen werden.

Am Sonntag kommt es dann zu einer nicht glücklichen Termin-Kollision: ab 10 Uhr beginnt auf dem Burgplatz in der Altstadt der 17. Düsseldorfer Brückenlauf des PSV Borussia mit 3500 Läufern. Zum gleichen Zeitpunkt gibt es dann in Kaarst (Sportzentrum am Kaarster See) die Saison-Eröffnungsveranstaltung und am Nachmittag den bei vielen Düsseldorfer Langläufern seit über 20 Jahren sehr beliebten Korschenbroicher Citylauf.

Hätte man die Saisoneröffnung in Kaarst wenigstens auf den Samstag gelegt, wäre vielen Athleten und Trainern der Vereine gedient gewesen.

Bis 1998 hatte DJK Agon 08 den Düsseldorfer Brückenlauf organisiert und dabei wohl nicht so genau mitgezählt. Der jetzige Organisator, Georg Schimmelpfenning vom PSV Borussia, ordnete im Jahr 2000 seiner ersten Veranstaltung die Zahl elf („karnevalistische Zählweise”) zu.

Mit 600 Läufern begann Schimmelpfennig und ließ die Läufer über die Kniebrücke nach Oberkassel und über die Oberkasseler Brücke wieder zurück zur unteren Rheinwerft laufen. Seit dem Vorjahr werden Start und Ziel aber am Burgplatz aufgebaut.

Terminkollision

mit Korschenbroich

Vor dem großen Lauf-Event am Sonntag hatte es viel Ärger gegeben. Düsseldorfs Brückenlauf kollidiert nämlich terminlich mit dem Korschenbroicher Internationalen Citylauf. Allerdings: wenn die Korschenbroicher am Sonntag anfangen (12 Uhr), sind die Düsseldorfer schon (fast) fertig.

Gegen die Doppelterminierung hatte sich Organisator Georg Schimmelpfennig massiv gewehrt, beim Leichtathletik-Verband Nordrhein Protest eingelegt, wurde aber abgewiesen – die NRZ berichtete. Den Korschenbroichern wurden einfach „die älteren Rechte im Frühjahr” eingeräumt, weil sie schon immer zwei Wochen nach Ostern ihren Lauf veranstalten, derweil Schimmelpfennig erst im Jahr 2008 vom Juli auf den letzen April-Sonntag auf Wunsch der Stadt seine Veranstaltung verlegt hatte.

Inzwischen gibt es einen sehr spannenden Zweikampf um die Gunst der über 100 000 Läufer im Großraum um die Landeshauptstadt. Das Rennen scheint Düsseldorf zu machen, wo vier Tage vor dem Event schon über 3000 Startnummern vergeben waren, derweil die Korschenbroicher bei 2700 steckten, aber ihre Vorjahrszahl (3030 Läufer im Ziel) über Nachmeldungen auch übertreffen werden. Georg Schimmelpfennig rechnet am Sonntag fest „mit wohl 3500 Läufern”.

Bernward Franke

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/635762/create

Aktuelle Fotos und Videos
RAMS Summer-Cup 2012
Bildgalerie
Fotostrecke
World Team Cup im Rochusclub
Bildgalerie
Fotostrecke
Panther - Hamburg Devils
Bildgalerie
Football
Panther feiert Sieg
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Fortuna-Platzstürmer müssten für ihren Unsinn bezahlen
Kommentar
Es hätte eine schöne Aufstiegsfeier werden können. Doch jetzt wird das Relegationsspiel der Fortuna teuer zu stehen bekommen. Eigentlich müsste alle diejenigen die Kosten dafür tragen, die schon vor Ende der Partie einen Schlusspfiff gehört haben wollen.
Ex-DEG-Verteidiger Holzer im AHL-Finale
Eishockey
Düsseldorf. Vor zwei Jahren wagte Ex-DEG-Verteidiger Korbinian Holzer den Sprung über den großen Teich, um sein Ziel von einer Karriere in der NHL zu verwirklichen, der besten Eishockey-Liga des Planeten. Nun steht der Abwehrrecke mit den Toronto Marlies in der AHL vor dem bislang größten Triumph...