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Sascha Röslers überraschender Rückzieher

31.05.2012 | 19:23 Uhr
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Sascha Röslers überraschender Rückzieher

Düsseldorf. Ein Fallrückziehertreffer bescherte Fortunas Aufstiegsheld Sascha Rösler im Juli vergangenen Jahres noch die vielumjubelte Ehre zum „Tor des Monats“. Gestern sorgte erneut ein Rückzieher vom 34-Jährigen für Aufsehen. Der Stürmer will es sportlich noch einmal wissen und wechselt zum Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga, Alemannia Aachen. „Ich bin sehr dankbar für diese neue Herausforderung, die mir die Aachener bieten“, erklärt Rösler.

Entscheidung egalisiert

Eine überraschende Einsicht. Noch während des Prozessmarathons von Hertha BSC Berlin gegen die Wertung des 2:2-Remis im Relegationsrückspiel stand eigentlich fest: Der Tettnanger wollte seine aktive Karriere als Spieler beenden und sollte die Rolle des Bindeglieds zwischen der Nachwuchsabteilung und den Profis von Fortuna übernehmen. Doch diese Entscheidung egalisierte Rösler nun und tritt stattdessen lieber den Gang in die dritte Liga an.

Beim Tivoli-Klub unterschreibt der Linksfuß einen Einjahresvertrag und soll die Schwarz-Gelben schnellstmöglich zurück in die Zweitklassigkeit schießen. „Ich hatte mit meiner aktiven Karriere schon so gut wie abgeschlossen. Bei einem anderen Klub als Aachen hätte ich mir auch nicht vorstellen können, doch noch weiter zu spielen“, so Rösler.

Bereits von 2005 bis 2007 spielte er bei den Aachenern. Nun überzeugte Alemannias Sportdirektor Uwe Scherr den Angreifer zum sportlichen Comeback. „Sascha wird uns weiterhelfen. Er ist ein Spielertyp, der das ganze Team mitreißen kann und auf dem Platz immer einhundert Prozent gibt“, freut sich Scherr über den Transfercoup.

Röslers polarisierende Art auf dem Rasen stört den Sportdirektor dabei nicht – ganz im Gegenteil: „Wenn man solch einen Spieler haben kann, sollte man zum Wohle des Vereins einfach handeln. Ich erwarte von unseren Spielern, dass sie ihr Ego hinten anstellen.“

Auch Melka nach Aachen

Bei der Alemannia trifft Rösler in der kommenden Saison sogar auf einen ehemaligen Weggefährten. Neben dem Sturm-Oldie wechselt zur neuen Spielzeit auch der ehemalige Fortuna-Keeper Michael Melka von Rot-Weiß Oberhausen an den Tivoli.

Derweil muss Fortunas Kapitän Andreas Lambertz seine Bundesliga-Premiere um zwei Partien verschieben. Der Mittelfeldrotor akzeptierte die Spielsperre vom DFB-Kontrollausschuss ebenso wie die 5000 Euro Strafe. Nach dem Relegationsrückspiel gegen Hertha hielt „Lumpi“ ein Bengalisches Feuer in die Luft. „Ich bitte mein Verhalten zu entschuldigen und versichere, dass dies ein einmaliger Vorgang bleiben wird“, betont Lambertz.

Kevin Schwank

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