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Neffe eines Goldmedaillensiegers ist im Visier der DEG

03.07.2012 | 08:00 Uhr
Neffe eines Goldmedaillensiegers ist im Visier der DEG

Düsseldorf. Zwei ausländische Eishockeycracks will DEG-Manager Walter Köberle nach eigenen Angaben noch verpflichten – einen Stürmer und einen Verteidiger. 20 Cracks umfasst der rot-gelbe Kader aktuell. Deutsche Spieler für diese Positionen und vor allem mit der gleichen Qualität seien einfach zu teuer. So wird vom eigentlichen Plan abgewichen: Statt mit sieben soll nun doch mit der Höchstzahl von nur noch neun erlaubten ausländischen Spielern auf dem Spielberichtsbogen in die Saison gestartet werden.

Nach der Verpflichtung des norwegischen Nationalspielers Andreas Martinsen könnte die DEG ein weiteres Mal im Norden Europas fündig werden. Nach Informationen der NRZ soll Calle Ridderwall kurz vor einer Vertragsunterzeichnung bei den Rot-Gelben stehen.

Ridderwall ist ein 24-jähriger linker Außenstürmer, der zuletzt in der American Hockey League für die Providence Bruins auflief und in 73 Partien acht Tore markierte sowie 20 Treffer vorbereitete. Der aus Stockholm stammende Angreifer ist Neffe des schwedischen Gold-Torstehers von 1991 im finnischen Turku. Sein Onkel Rolf Lennart „Riddarn“ Ridderwall stand beim damaligen Titelgewinn im Gehäuse der „Tre Kronor“. Während dessen Sohn in die Fußstapfen trat, entschied sich der 1,82 Meter große Neffe jedoch für die Torjagd. Seine Ausbildung genoss der 86-Kilogramm-Crack bei seinem Heimatverein Hammarby, ehe sich der Stürmer über die zweite Mannschaft Stockholms 2005/06 für einen Wechsel in die Mid-Atlantic Hockey League zu Chicago Chill empfahl. Die Juniorenliga MAHL löste sich jedoch bereits nach nur einem Jahr wieder auf. Ridderwall zog es derweil weiter in die Central Collegiate Hockey Association (CCHA), lief vier Jahre für die University Notre Dame in South Bend im US-Bundesstaat Indiana auf und feierte 2007 sowie 2009 die College-Meisterschaft. Im Abschlussjahr 2011 wurde der Assistenz-Kapitän zum Spieler der Saison gewählt. Nach der Uni-Zeit ging es in die AHL zu den Providence Bruins nach Rhode Island. Dies ist das Farmteam des NHL-Stanley-Cup-Siegers aus dem Vorjahr, den Boston Bruins.

Der Schwede gilt als starker Skater mit gutem Charakter, dem richtigen Gespür für den Zug zum Tor und als ein Stürmer mit einem goldenen Händchen, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht.

Von Mareike Scheer



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