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Lob und Vertrauen für Schulze Niehues

29.11.2009 | 18:37 Uhr
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Köln. Fortuna II fuhr mit dem 1:1 im Auswärtsspiel bei der Reserve von Bayer Leverkusen einen Punkt ein. Torhüter Schulze Niehues, der am Donnerstag mit dem Wettskandal in Verbindung gebracht wurde, wurde dabei von seinen Teamkollegen besonders unterstützt.

Jede noch so kleine Rettungstat von Fortuna-II-Torhüter Maximilian Schulze Niehues wurde am Samstagnachmittag von seinen Teamkollegen mit anfeuernden Worten kommentiert. „Super gemacht! Klasse gehalten”, hörten die 180 Zuschauer beim 1:1 (0:1)-Remis von Fortunas Regionalliga-Reserve im Gastspiel bei der „Zweiten” von Bayer Leverkusen im Kölner Südstadion immer wieder.

„Wir wollten ihn besonders loben und somit vertrauen entgegen bringen”, begründete Defensivspieler Erhan Zent.

Diese Unterstützung war für den 21-jährigen Torwart wichtig. Denn Schulze Niehues war am vergangenen Donnerstag zusammen mit Kapitän Ben Abelski mit dem akutellen Wettskandal in Verbindung gebracht worden (NRZ berichtete) und danach entsprechend verunsichert. Auch Abelski zeigte sich, nahm verletzt (Meniskus) in zivil auf der Auswechselbank neben den Reservespielern Platz.

Über das Unentschieden konnte sich beim Aufsteiger dennoch niemand freuen. „Ich bin mit dem Punkt nicht zufrieden. Wir hätten gewinnen können”, haderte Verteidiger Lukas van den Bergh.

Allerdings sah es zu Beginn der Partie nicht nach einem Erfolgserlebnis für die Flingerner aus. Bereits nach drei Minuten verfehlte ein Schuss vom Leverkusener Stürmer Sascha Marquet sein Ziel um wenige Zentimeter.

Doch die Rot-Weißen kamen im Verlauf der ersten Hälfte immer besser in die Partie und erspielten sich eine Vielzahl an Torchancen. Nach feinem Doppelpass zwischen Fortuna-Stürmer Marco Königs und Mittelfeldmann Oliver Hampel, umkurvte dieser den Leverkusener Schlussmann Dominik Poremba und schob den Ball zum 1:0 in das leere Tor (30.). „Ein sehr schöner Treffer nach einer super Kombination”, schwärmt Fortuna-Trainer Goran Vucic.

In der zweiten Halbzeit gab seine Elf weiter den Ton an, vergab aber durch Deniz Kadah (58. und 71.) sowie Abwehrspieler Zent (74.) weitere Chancen. „Hätte ich das 2:0 gemacht, hätten wir gewonnen”, ärgerte sich Zent.

Stattdessen gelang Leverkusen das glückliche 1:1 im direkten Gegenzug durch einen Treffer von Sevdail Selmani aus rund 22 Metern (75.). „Ein Sonntagsschuss”, ärgerte sich van den Bergh.

Trotz des Remis rutschen die Flingerner auf Platz acht ab. Vucic: „Ein Sieg wäre verdient gewesen. Aber wir haben nun die Phase, in der es bei uns nicht lief, überstanden.”

Kevin Schwank

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