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RHEIN-MARATHON

Kigen war zu schnell – und verlor

03.05.2009 | 19:26 Uhr

2007-er Streckenrekord blieb unangetastet. Sieg ging nach Kenia. Lenz wieder bester Düsseldorfer

Düsseldorf erlebte mit dem siebten Rhein-Marathon erneut ein Super-Laufspektakel. Fast 3000 Läufer kamen ins Ziel, angefeuert von fast 400 000 Zuschauern (nach Polizeiangaben). Insgesamt waren über 10 000 Starter in den Staffeln dabei. Doch der erhoffte Streckenrekord blieb wieder aus. Favorit Wilfred Kigen (Kenia) war die erste Hälfte der Strecke in 63:50 Minuten doch etwas zu schnell angegangen angesichts der hohen Rekordprämien.

Eine Wadenverletzung bei Kilometer 35

Am Ende musste er seinem Tempomacher David Langat den Vortritt lassen. Langat gewann zum ersten Mal überhaupt einen Marathonlauf in der Zeit von 2.10:46 Stunden.

Recht traurig war Wilfred Kigen: „Bei Kilometer 35 habe ich mir eine Wadenverletzung zugezogen und konnte mein Tempo nicht mehr halten. Da zog dann Langat davon.”

Impressionen vom Marathon 2009. (Foto-Collage: Uwe Schaffmeister)

Kigen erreichte das Ziel in der Zeit von 2.11:30 Stunden, fast drei Minuten hinter der erhofften Zeit. So bleiben 2.09:47 vom Belor Yator aus dem Jahr 2007 die Spitzenzeit.

In Düsseldorf trösteten sich gestern die Marathon-Macher um Renndirektor Jan Winschermann und seinem Berliner Berater Christoph Kopp mit dem Umstand, dass bei den Frühjahrsmarathons in Deutschland es keinen schnelleren Lauf gegeben hat. Auch in Hannover kam man am Sonntag genau auf 2.10:46 Stunden.

Besonders erfreulich war, dass mit Susanne Hahn (Saarbrücken) eine Läuferin die WM-Norm als Siegerin von 2.32 Stunden klar unterbot. Die 31-jährige Germanistik-Doktorandin steigerte sich auf die Zeit von 2.29:26. Vor der Debütantin Melanie Schulz, die immerhin Deutsche Halbmarathonmeisterin ist und sich gerade mit einer Minute Vorsprung vor Sonja Oberem (Rhein-Marathon) ins Ziel rettete. „Damit hätte ich nie gerechnet, dass ich hier noch Dritte werde”, meinte Sonja Oberem im Ziel.

Sie lief in 2.43:49 Stunden fast drei Minuten schneller als im Vorjahr, als sie noch zu den Olympischen Spielen nach Peking wollte, es aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schaffte. Im Ziel wurde die überglückliche Sonja von ihrem zweieinhalbjährigen Sohn Felix geherzt.

Info
Ergebnisse vom Rhein-Marathon

Langat und Hahn waren die Schnellsten.

Männer, 42,195 Kilometer: 1. David Langat (Kenia) 2:10:46 Stunden, 2. Wilfred Kigen (Kenia) 2.11:30, 3. André Polmächer (Chemnitz) 2.13:09, 4. Edwin Kibowen (Kenia) 2.13:16, 14. Vitaly Rybak (Ukraine/AC Düsseldorf) 2.31:14, 20. Wolfgang Lenz 2.44:29, 27. Christian Lenz 2.44:29, 32. Alipio Penedo (alle Rhein-Marathon) 2.2.47:29, 43. Stefan Langen (Düsseldorf) 2.51:59, 48. Oliver Haakert (Düsseldorf) 2.52:52, 62. Andreas Kuchendorf (Düsseldorf) 2.54:44, 76. Torsten Flommersfeld (Düsseldorf) 2.56:41, 86. Gerhard Maurer (Metro-Group) 2.58:54, , 87. Volker Schmidt-Fehrenbacher (Vodafone Runners) 2.58:54, 92. Holger Maiwald (LT Rennhamster) 2.59:10, 99. Betram Witte (Deloitte) 2.59:50.

Frauen: 1. Susanne Hahn (Saarbrücken) 2.29:26 Stunden, 2. Melanie Schulz 2.42:47, 3. Sonja Oberem (Rhein-Marathon) 2.43:49, 7. Michaela Hunold (Düsseldorf, Air Berlin) 3.14:11, 8. Sabine Papendick (Düsseldorf) 3.14:19, 10. Claudia Stader (Düsseldorf) 3.17:39, 11. Tanja Wimmer (Düsseldorf) 3.17:42, 16. Gisele Müßeler (Düsseldorf) 3.19:30, 22. Inge Berg (Düsseldorf) 3.23:41, 26. Heidrun Bromberg (Düsseldorf) 3.27:20, 27. Simone Durry (Düsseldorf) 3.27:27, 31. Dagmar Wienke (Düsseldorf) 3.29:26, 33. Cherie Christian (Düsseldorf) 3.30:27.

Schnellster Düsseldorfer war in diesem Jahr (mal wieder) der 42-jährige Apotheker Wolfgang Lenz (Rhein-Marathon). In der Gesamtwertung erreichte er Rang 27 in der Zeit von 2.38:16 Stunden.

Hunold steigerte sich um zehn Minuten

„Dabei hatte ich in der gesamten Vorbereitung ständig Probleme mit kleineren Verletzungen. Weder beim Brückenlauf noch in Benrath konnte ich laufen.” Sein Zwillingsbruder Christian („Der ist ja auch fünf Minuten nach mir geboren”) kam in 2.44:29 Stunden knapp sechs Minuten später ins Ziel.

Bei den Frauen gelang der vierfachen Mutter Michaela Hunold als zweitbeste Düsseldorferin (3.14:11 Stunden) eine tolle Steigerung um zehn Minuten gegenüber dem Vorjahr. In der Gesamtwertung war das Rang sieben. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Achim Hunold auf dem Fahrrad, der bekanntlich der Chef von Air Berlin ist. „Ich hatte gar keine gute Vorbereitung in diesem Jahr”, wunderte sich die 40-Jährige, die im Ziel von ihren Kindern begeistert empfangen wurde.

Bernward Franke


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