Gut gespielt und doch verloren
25.04.2010 | 17:52 Uhr 2010-04-25T17:52:00+0200Düsseldorf. Die deutsche Nationalmannschaft hielt gegen starke Japaner gut mit, unterlag aber mit 14:24.
Verloren und trotzdem doch ein bisschen Stolz waren die deutschen Football-Cracks nach dem ersten „German-Japan-Bowl“ am Samstagabend in der Arena. Trotz der 14:24 (7:7,0:3,0:17,7:0) Niederlage vor 11 70 Zuschauern gegen die starken Japaner verließen die Gastgeber erhobenen Hauptes den Rasen der Spielstätte. Alexej Mittendorf, Lokalmatador bei den Panthern und im Angriff des deutschen Teams aktiv, befand nach dem Spiel treffend: „Ich habe ein gutes Spiel von uns gesehen. Wir haben mitgehalten und haben Japan einige Male ärgern können. Mehr konnte man nicht erwarten.“
Dass es nicht zu mehr gereicht hat, hatten sich die Gastgeber überwiegend selbst zu zuschreiben. Die Gäste bestraften während des ganzen Spiels konsequent die deutschen Fehler. Los ging es direkt mit Patzern beim ersten Spielzug. Noriaki Kinoshita schnappte sich den Ball nach dem Kick off vom Berliner Benjamin Scharweit und stürmte satte 81 Yards in Richtung Endzone, eher er gestoppt wurde.
0 Sekunden später klingelte es zum ersten Touchdown für die Gäste aus Übersee. Kinoshita, der insgesamt drei Jahre beim NFL-Team der Atlanta Falcons im Kader stand, fing einen kurzen Pass von seinem Spielmacher Tetsuo Takata in der deutschen Endzone. 7:0 für die Gäste nach 62 Sekunden!
Vom deutschen Angriff sahen die Fans in der Arena erst mal nichts. Die Verteidigung der Gastgeber musste aushelfen: Ein Feldtorversuch der Japaner wurde abgefangen und von Mario Schmitt zum Ausgleich in die Endzone der Japaner getragen.
Nach einem Fehlpass des schwachen deutschen Spielmacher Joachim Ulrich ging Japan nach einem Feldtor vor der Pause erneut in Führung. Dass es nach dem Pausentee insgesamt besser wurde, ahnten die Zuschauer in dritten Spielabschnitt zunächst noch nicht. Zwei Fehler ermöglichten es den Gästen auf 24:7 zu erhöhen.
Doch die Hausherren gaben nicht auf. Dennis Zimmermann, der den schwachen Ulrich auf der Spielmacher Position wie zuvor geplant nach der Pause ablöste, trieb nun endlich seine Offense nach vorne. Der Lohn der Arbeit: Jerome Morris verkürzte immerhin noch auf 14:24.
„Deutschland war ein sehr großes und sehr starkes Team. Wir müssen das Spiel nun erst einmal richtig analysieren“, resümierte Japans Chefcoach Kiyoyuki Mori nach Spielende. Der deutsche Übungsleiter Walter Rohlfing war nach dem Spiel hingegen spürbar enttäuscht. „Alle japanischen Punkte sind durch unsere Fehler entstanden. Wir mussten in der Verteidigung immer wieder schlechte Ausgangssituationen aus.
19:16
Schön, daß nach dem Ende von Rhein-Fire mal wieder ein interessantes Spiel stattfand in der Arena... schade nur, daß zu wenig Geld in die Werbung gesteckt wurde und so die Arena ziemlich leer war. Trotzdem war die Stimmung genial!!! Vielen Dank.