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Fortuna setzt auch gegen Hannover auf die Defensive

14.12.2012 | 23:00 Uhr
Fortuna setzt auch gegen Hannover auf die Defensive
Da geht's lang: Fortuna-Trainer Norbert Meier gibt die Richtung vor.Foto: dapd

Düsseldorf.  Coach Norbert Meier kritisiert die Spielweise vom Fortuna Düsseldorf in Nürnberg – und hofft nun im Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 auf das positive Ende einer für ihn dann gelungenen Hinrunde.

18 Pluspunkte plus X gleich Y. So lautet die noch unvollständige Rechnung, die Fußball-Bundesliga-Rückkehrer Fortuna Samstag Nachmittag gegen 17.20 Uhr möglichst ohne eine Null für die Variable X aufgestellt haben will. „Können wir noch etwas Zählbares zulegen, dann spreche ich auch von einer sehr gelungenen Hinrunde“, erklärte Cheftrainer Norbert Meier vor dem Heimspiel gegen Europa-League-Starter Hannover 96 (15.30 Uhr, Arena, live im Ticker). Die aktuell durchaus komfortable Position, sechs Punkte auf den Relegationsplatz und zehn Zähler auf den ersten Abstiegsplatz Vorsprung zu haben, könnte sich leicht abschwächen. Die Schlusslichter Fürth und Augsburg treffen im direkten Duell aufeinander, die drittletzten Hoffenheimer sind im Heimspiel gegen Dortmund sicher auch nicht ohne Chance.

Päppelt Hopp Hoffenheim auf?

Fortuna Düsseldorf
Fortunas Spielersuche geht von Norwegen bis Peru

Fortuna Düsseldorf ist auf dem Spielermarkt derzeit global unterwegs. Auch in Peru wurden Partien beobachtet. Ein möglicher Kandidat könnte der Schweizer Nationalspieler Innocent Emeghara sein. Sportvorstand Wolf Werner besitzt Spielraum, um das Team in der Januar-Transferperiode zu verstärken.

Zumal viele dem auf dem Papier personell gut besetzten Team zutrauen, den Weg aus der Dauerkrise zu finden. Vor allem wenn Hauptgönner Dietmar Hopp in der nur gut vier Wochen kurzen Winterpause mit dem einen oder anderen Neuzugang die spielerische Qualität des Kaders aufzupäppeln vermag.

Letzteres versucht Fortuna natürlich auch. Man ist weit gereist. Bis nach Japan und Peru. Genki Omae (Shimizu S-Pulse) wird das offensive Mittelfeld verstärken. Auch wenn es dem Vernehmen nach vertraglichen Diskussionsbedarf mit dem Japaner gibt, sollte es Fortuna doch noch mit einem Abstieg erwischen.

Mit dem Schweizer Nationalspieler Innocent Emeghara (23) vom französischen Erstliga-Sechsten FC Lorient scheint ein Angriffstalent leihweise im Fokus zu sein . Gestern jedenfalls gab’s kein rot-weißes Dementi zum gebürtigen Nigerianer. Der fühlt sich bei den Orange-Hemden in der Süd-Bretagne nicht wohl, hat mit Trainer Christian Gourcuff Stress. Der hat den ehemaligen Züricher Grasshopper in dieser Saison nur in einem Ligue-1-Spiel eingesetzt. Beim 1:6 in Valenciennes am 20. Oktober flog Emeghara, eingewechselt, nach vier Minuten vom Platz.

Schahin ersetzt wohl Kruse

Fortunas Zukunftsplanung interessiert Norbert Meier derzeit eher am Rande. Der Cheftrainer muss sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren. Samstag ist Hannover, am Dienstag das DFB-Pokalspiel in Offenbach. Die Offensivposition für den gesperrten Australier Robbie Kruse dürfte Dani Schahin besetzen. In der Innenverteidigung werden’s wieder Adam Bodzek und der Iberer Juanan richten. Wie seit dem 1:1 in Dortmund schon.

Fußball-Bundesliga
Fortuna Düsseldorf präsentiert sich laufbereit und effektiv

Anhand der Statistiken neben Treffern, Gelben Karten und Auswechslungen kann man die Tugenden und Erfolgsrezepte von Fortuna Düsseldorf ableiten. Vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Hannover 96 am Samstag lassen sich auch Tendenzen erkennen.

Der Grieche Stelios Malezas ist zwar über acht Wochen nach seinem Muskelbündelriss im Oberschenkel wieder voll ins Training eingestiegen. Die imaginäre Bremse im Kopf scheint aber noch nicht restlos gelöst. Oder, wie Cheftrainer Meier es formuliert: „Zwischen gesund und fit gibt’s einen Unterschied.“ Vermutlich steht der Nationalspieler aber im 18-er Kader. Für den Fall der Fälle.

Langeneke fehlt weiterhin

Das kann man von Jens Langeneke nicht behaupten. Drei Wochen nach der gegen den HSV erlittenen doppelten Bänderdehnung im Knie fühlt sich der 35-jährige Routinier noch nicht wieder genesen. Was angesichts der Verletzung durchaus nicht ungewöhnlich ist.

Die Marschroute gegen offensivstarke 96-er leitet sich auch ein wenig aus dem 0:2 in Nürnberg zuletzt ab. „Wir sollten unserer Spielweise nicht untreu werden und meinen, auswärts das Spiel machen zu müssen“, so Meier. Was mit Einschränkung auch für den Auftritt vor eigenem Publikum gelten dürfte.

Übrigens: Rund 48 000 Fans werden erwartet. Die Arena-Tageskassen öffnen ab 13.30 Uhr.

Michael Ryberg


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